Do., 21.12.2017 , 13:46 Uhr

Regensburg: Saubere Luft wird mit 100.000 Euro gefördert

Die Stadt Regensburg ist eine von 60 Kommunen die am Mittwoch Förderbescheide für kommunale Konzepte gegen Diesel-Abgase erhalten haben. Insgesamt beträgt die Förderung für alle Kommunen rund zwölf Millionen Euro. Das Geld soll den Kommunen unter anderem für den Kauf von Elektrobussen, Ladestellen für E-Autos, dem Bau von Radwegen oder für digitale Leitsysteme zur Vermeidung von Staus dienen. Das Geld kommt aus einem Fonds mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro. Das Projekt soll die Luft in Städten verbessern.

 

Die Pressemitteilung der Stadt Regensburg

 

Christian Schmidt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat am 20. Dezember 2017 Umweltamtsleiter Rudolf Gruber in Berlin den Förderbescheid für einen Masterplan zur Luftreinhaltung überreicht. „Diesen werden wir jetzt so schnell wie möglich erstellen“, so Gruber. „Wir haben auch schon Projekte in der Schublade. Wieviel Förderung wir dann tatsächlich bekommen, wird sich erst nach Auswertung des Masterplanes zeigen. Mit einer entsprechenden Förderung des Bundes können wir aber diese Projekte zügig umsetzen und so einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Verkehrs- und Luftsituation in Regensburg leisten.“

Im Rahmen ihres Sofortprogramms „Saubere Luft 2017 – 2020“ unterstützt die Bundesregierung 60 Städte und Kommunen mit rund zwölf Millionen Euro für die Erstellung von Masterplänen zur Luftreinhaltung. Durch das neue Förderprogramm werden beispielsweise schadstoffarme Fahrzeugflotten, die Umstellung auf alternative Antriebe und mehr Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität gefördert. Für dieses Sofortprogramm wurde eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt. Förderberechtigt sind Städte und Kommunen, die von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind. Die Stadt Regensburg erhält eine Förderung von 100 000 Euro für die Erstellung eines Masterplans zur Luftreinhaltung, einer Art Gutachten, das dann als Grundlage zur Beurteilung, wie wirksam die eingereichten Förderprojekte sind, dienen soll. Danach wird bemessen, wieviel Geld jede einzelne Kommune aus dem Fördertopf erhält.

Folgende Maßnahmenschwerpunkte, die zur Reduzierung von Stickstoffoxiden beitragen sollen, sind Bestandteil dieses Masterplans:

  • Intelligentes Transport System – autonomer People Mover: Angestrebt wird, ein System für autonome Mobilität aufzubauen und als Pilotprojekt in den Regensburger ÖPNV zu integrieren.
  • Verknüpfung verschiedener Mobilitätsformen mit dem Bus & Bahn-Angebot des RVV in einer digitalen Auskunfts- und Buchungsplattform
  • öffentliches Fahrradverleihsystem (R-Bike)
  • Aufbau eines Schnellladenetzes mit 50 Ladestationen
  • Erweiterung des Pilotprojektes eCarsharing auf bis zu zehn Fahrzeuge
  • Beschaffung von E-Fahrzeugen für die städtische Fahrzeugflotte
  • Schrittweise Umstellung der Stadtbusflotte der RVB auf E-Mobilität
  • Hol- und Bringservice mit E-Kleinbussen für Altstadthotels
  • Werksverkehr zum BMW-Werk mit Elektro-LKWs

„Wir freuen uns sehr, dass wir in das Förderprogramm aufgenommen worden sind“, erklärte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, zeige dies doch, dass die Maßnahmen der Stadt Regensburg in Berlin als förderungswürdig und zukunftsweisend wahrgenommen werden. Die Stadt Regensburg komme damit dem Ziel, die Luftqualität zügig zu verbessern und dennoch die Mobilität zu stärken, wieder ein gutes Stück näher.

Erst in dieser Woche haben wir in einem Video zur Umweltzone in Regensburg gezeigt, was diese ab Mitte Januar für die Autofahrer in der Stadt bedeutet:

 

 

Pressemitteilung/MF

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