Di., 16.06.2026 , 12:53 Uhr

Regensburg: Taucher im Einsatz – Ermittlungen nach Brandanschlägen laufen

Nach den mutmaßlichen Brandanschlägen auf die Stromversorgung im Raum Regensburg haben die Ermittler ihre Suche nach Beweisen ausgeweitet. Am Dienstag waren acht Polizeitaucher nahe des Wasserkraftwerks Regensburg im Einsatz. Das Landeskriminalamt ermittelt weiter zu den beiden Taten Anfang Juni.

Nach den mutmaßlichen Brandanschlägen auf die Stromversorgung im Raum Regensburg haben die Ermittler ihre Suche nach Beweismitteln ausgeweitet. Am Dienstag (16. Juni) waren nach Informationen vor Ort acht Polizeitaucher im Bereich eines Wehrs nahe des Wasserkraftwerks Regensburg im Einsatz. Gemeinsam mit Ermittlern des Bayerischen Landeskriminalamts suchten sie nach möglichen Spuren zu den Taten.

Große Suchaktion am Wehr

Die Suchmaßnahmen konzentrierten sich auf den Bereich nahe des Winzerwegs und der Sportbootschleuse. Die Ermittler hoffen, dort Gegenstände oder weitere Hinweise zu finden, die Rückschlüsse auf die bislang unbekannten Täter zulassen.

Im Zuge der Suche wurde auch ein Laptop sichergestellt. Ob das Gerät tatsächlich mit den mutmaßlichen Brandanschlägen in Verbindung steht, ist derzeit jedoch völlig offen und wird geprüft.

Zwei Angriffe innerhalb weniger Stunden

Die Ermittlungen gehen auf zwei mutmaßliche Brandanschläge Anfang Juni zurück.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni drangen Unbekannte auf das Gelände eines Strommastes an der Gemeindegrenze zwischen Regensburg und Pentling ein. Dort zündeten sie einen selbstgebauten Brandsatz. Obwohl die Vorrichtung auslöste, entstand kein Feuer.

Nur wenige Stunden später wurden nahe des Wasserkraftwerks Regensburg mehrere Kabel in einem Lüftungsschacht in Brand gesetzt. Dabei entstand ein Schaden von rund 30.000 Euro.

Ermittlungen wegen möglicher Sabotage

Die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt ermitteln weiterhin zu den Hintergründen der Taten. Geprüft wird unter anderem, ob gezielt die Stromversorgung und kritische Infrastruktur angegriffen werden sollten. Wer hinter den mutmaßlichen Anschlägen steckt, ist bislang unklar.

News5 / VSi

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