Ein 20-Jähriger verlor bei einer gefährlichen Kletteraktion einen Schuh, der in den Gleisbereich des Hauptbahnhofs Regensburg fiel. Als der Mann den Schuh wieder holen wollte, wurde er von einer Streife der Bundespolizei entdeckt.
Bundespolizei entdeckt Mann im Gleisbereich
Gegen 4 Uhr beobachteten Bundespolizisten am Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs Regensburg einen jungen Mann, der aus dem Gleisbereich kletterte.
Auf Nachfrage erklärte der 20-Jährige, dass er lediglich seinen Schuh aus den Gleisen geholt habe. Die Beamten klärten ihn über die erheblichen Gefahren eines unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich auf und sprachen einen Platzverweis aus.
Der Mann zeigte sich davon jedoch wenig beeindruckt und verließ den Bahnhof erst nach mehrfacher Aufforderung.
Videoaufnahmen zeigen gefährliche Kletteraktion
Im Anschluss leitete die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen Ermittlungen wegen des unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich ein. Bei der Auswertung der Videoaufzeichnungen stellten die Beamten fest, dass der 20-Jährige nur wenige Minuten zuvor über das Geländer der Galgenbergbrücke geklettert war.
Nach den bisherigen Erkenntnissen posierte er dort einhändig für ein Selfie. Dabei fiel offenbar sein Schuh in den Gleisbereich. Unmittelbar neben der Kletterstelle verlaufen zudem die Oberleitungen der Bahn.
Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr
Die Bundespolizei weist eindringlich auf die Gefahren solcher Aktionen hin. Das Klettern über Brückengeländer kann zu tödlichen Abstürzen führen.
Hinzu kommt die Gefahr durch die Bahnoberleitungen. Dort fließen 15.000 Volt. Bereits eine Annäherung kann einen lebensgefährlichen Stromüberschlag auslösen.
Auch der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich. Züge haben einen langen Bremsweg und können Hindernissen nicht ausweichen. Neben der Gefahr für Leib und Leben drohen außerdem Geldbußen sowie strafrechtliche Ermittlungen.
BPOLI Waldmünchen / FC