Am 15. Februar 2026 ist es in Regensburg zu einer Verfolgungsjagd gekommen. Ein 19-jähriger Autofahrer versuchte sich in der Nacht einer Polizeikontrolle zu entziehen – mit teils bis zu 170 km/h.
Die Polizeiinspektion Regensburg Süd ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens und wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Gegen 00:55 Uhr fiel einer Polizeistreife in der Furtmayrstraße ein Auto auf, das offenbar deutlich zu schnell unterwegs war. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und wollten das Fahrzeug kontrollieren.
Trotz eingeschaltetem Anhaltesignal, Blaulicht und Martinshorn hielt der Autofahrer aber nicht an. Stattdessen beschleunigte er weiter. Die Polizei nahm die Verfolgung auf – mit laut Polizeibericht bis zu 170 km/h! Die Fahrt führte über die Hermann-Geib-Straße bis zum Unterislinger Weg.
An der Kreuzung Unterislinger Weg / Johann-Hösl-Straße gelang es der Streife schließlich, sich neben das Auto zu setzen und es kontrolliert zum Stillstand zu bringen.
Als die Beamten an das Fahrzeug herantraten, reagierte der 19-jährige Fahrer zunächst nicht auf Ansprache. Nach Angaben der Polizei hantierte er mit beiden Händen unter dem Fahrersitz.
Aus Sicherheitsgründen wurde der Mann aus dem Auto geführt und angewiesen, sich neben das Fahrzeug zu legen. Im Auto befanden sich neben dem Fahrer vier weitere Personen.
Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten unter dem Fahrersitz ein halb geöffnetes, griffbereites Springmesser. In der Fahrer- und Beifahrertür lagen jeweils ein Pfefferspray beziehungsweise ein Tierabwehrspray.
Bei der Durchsuchung des 19-Jährigen fanden die Polizisten außerdem ein weiteres Pfefferspray in dessen Jackentasche. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.
Die Weiterfahrt wurde untersagt, das Auto von einem Abschleppdienst umgesetzt. Der Fahrer wurde zur Polizeiinspektion Regensburg Süd gebracht und nach Abschluss der Maßnahmen wieder entlassen.
Nach Angaben der Polizei entstand bei der Verfolgungsfahrt kein Sachschaden, auch andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht konkret gefährdet.
Die Ermittlungen laufen nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten.
Pressemitteilung PI Regensburg Süd / MF