Mo., 01.06.2026 , 17:35 Uhr

Regensburg: Prozess nach Axtangriff im ICE beginnt

Ein Mann attackiert in einem Zug in Niederbayern mehrere Menschen mit einer Axt. Nun beginnt in Regensburg der Prozess.

Knapp ein Jahr nach dem folgenschweren Axtangriff in einem ICE in Niederbayern beginnt am Dienstag vor dem Landgericht Regensburg der Prozess gegen einen heute 21-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Syrer versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung vor.

Antrag auf dauerhafte Unterbringung

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig sein. Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht. Deshalb wurde die dauerhafte Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung beantragt.

Angriff während der Zugfahrt

Nach den Ermittlungen soll der Mann am 3. Juli 2025 während der Fahrt eines ICE durch Niederbayern in der Nähe von Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen mehrere Fahrgäste mit einer Axt angegriffen haben.

Ein Passagier, der einen Notruf absetzen wollte, erlitt dabei schwere Kopfverletzungen. Ebenfalls schwer verletzt wurde eine Mitreisende, die sich schützend vor ihren Sohn gestellt haben soll.

Fahrgäste stoppten den Angreifer

Mehrere Reisende griffen ein und überwältigten den Angreifer. Dabei wurde auch der Beschuldigte schwer verletzt.

Für das Verfahren vor dem Landgericht Regensburg sind insgesamt sieben Verhandlungstage vorgesehen. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird im Laufe des Monats Juli gerechnet.

dpa / MF

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