Mo., 20.04.2026 , 12:42 Uhr

Regensburg: Preis für gute Lehre geht an Prof. Dr. Martin Pohl

Die OTH Regensburg berichtet von einer Auszeichnung, die Prof. Dr. Martin Pohl am vergangenen Freitag (17.04.) erhalten hat. Er hat besonders Studierende im Fokus, die noch ganz am Anfang stehen.

Die Pressemitteilung der OTH Regensburg

Der Mathematiker Prof. Dr. Martin Pohl erleichtert seit mehr als drei Jahrzehnten an der OTH Regensburg Studierenden mit seinen innovativen Lehrmethoden den Einstieg in die Hochschule. Dafür erhielt er nun einen Preis des Wissenschaftsministeriums.

Prof. Dr. Martin Pohl von der OTH Regensburg hat am Freitag, 17. April 2026, den „Preis für gute Lehre“ des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhalten. Damit würdigt das Ministerium sein jahrzehntelanges, außergewöhnliches Engagement für eine innovative, studierendenzentrierte Hochschullehre im Fach Mathematik.

Im Rahmen einer Feierstunde am Tag der Lehre an der Technischen Hochschule Augsburg verlieh Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume die Auszeichnung an 20 herausragende Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten aus ganz Bayern. Markus Blume betonte: „Gute Lehre ist der Herzschlag der Wissenschaft. Wo engagiert und passioniert gelehrt wird, entsteht Neugier, Mut und Vision. Exzellente Lehre ist die Grundlage für exzellente Forschung – das eine gedeiht nicht ohne das andere. Wissenschaft lebt von überzeugender Vermittlung. Herzlichen Glückwunsch an alle unsere Preisträgerinnen und Preisträger – sie sind Helden der Lehre und machen den Unterschied im Hörsaal. Mit echter Hingabe und beeindruckender Kreativität leisten sie Herausragendes: Sie vermitteln die eigene Begeisterung und formen Persönlichkeiten.“

Mit dem „Preis für gute Lehre“ ehrt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst jährlich herausragende Lehrpersönlichkeiten an staatlichen Hochschulen. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt besonderes Engagement, innovative Lehrkonzepte sowie nachhaltige Beiträge zur Weiterentwicklung der Hochschullehre.

Ein Hochschullehrer, der sich und seine Methoden stets weiterentwickelt

Prof. Dr. Martin Pohl prägt seit mehr als drei Jahrzehnten die Mathematiklehre an der OTH Regensburg. Im Zentrum seiner Lehrphilosophie steht eine konsequente Ausrichtung auf die Studierenden: Durch aktivierende Lehrmethoden wie Just-in-Time Teaching und Peer Instruction bindet er seine Studierenden aktiv in den Lernprozess ein und fördert neben fachlichen Kompetenzen auch wichtige Schlüsselqualifikationen wie Selbstlernkompetenz und Kommunikationsstärke.

„Mir ist es besonders wichtig, die Studierenden zu Beginn ihres Studiums zu unterstützen. Ein Mathematikstudium ist anspruchsvoll, aber wer früh die richtigen Lernstrategien entwickelt, profitiert davon langfristig“, so Pohl.

„Ich freue mich sehr, dass das langjährige Engagement von Prof. Dr. Martin Pohl für eine innovative und studierendenorientierte Lehre mit diesem Preis gewürdigt wird“, betont Prof. Dr. Birgit Rösel, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der OTH Regensburg. „Er entwickelt seine Lehrveranstaltungen kontinuierlich weiter, evaluiert neue Methoden wissenschaftlich und teilt seine Erkenntnisse weit über die Hochschule hinaus. Damit setzt er Maßstäbe für gute Lehre.“

Ein besonderer Fokus von Prof. Pohl liegt auf der Studieneingangsphase. Mit dem von ihm initiierten Modul „Mathematik Lernen lernen“ unterstützt er Studierende gezielt beim Übergang von der Schule zur Hochschule, einer Phase, die gerade im Fach Mathematik häufig mit großen Herausforderungen verbunden ist. Ergänzend entwickelte er ein eigenes Lernbuch, das Studierenden den Einstieg in die mathematische Arbeitsweise erleichtert und neue didaktische Ansätze integriert.

 

SCALE-UP-Raum mit modernem Lehr- und Lernkonzept

Auch die Gestaltung moderner Lernumgebungen treibt Prof. Pohl voran: Auf seine Initiative hin wurde an der OTH Regensburg ein sogenannter SCALE-UP-Raum eingerichtet, der seit Ende 2024 als innovativer Lehr- und Lernraum genutzt wird. Hier arbeiten Studierende in kleinen Gruppen kollaborativ an Aufgaben und entwickeln gemeinsam Lösungsstrategien – unterstützt durch digitale Technik und flexible Raumkonzepte.

Über seine eigene Lehre hinaus engagiert sich Prof. Pohl intensiv für die Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik. Er teilt seine Erfahrungen in Workshops und Vorträgen, wirkt an hochschulweiten Konzepten wie dem Leitbild Lehre und Lernen mit und bringt seine Expertise in fachliche Netzwerke ein. Seine Lehrinnovationen untersucht und evaluiert er systematisch im Sinne des Scholarship of Teaching and Learning und macht die Ergebnisse einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich.

Die hohe Qualität seiner Lehre spiegelt sich auch in den Rückmeldungen der Studierenden wider. Sie schätzen insbesondere die interaktive Gestaltung der Veranstaltungen, die intensive Betreuung sowie die konsequente Ausrichtung am individuellen Lernerfolg.

 

Hintergrund: Der „Preis für gute Lehre“

Mit dem „Preis für gute Lehre“ würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Arbeit von Lehrenden an staatlichen Hochschulen in Bayern. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden von ihren Hochschulen vorgeschlagen, wobei auch Studierende in den Auswahlprozess eingebunden sind. Voraussetzung ist, dass die Ausgezeichneten über mehrere Jahre hinweg herausragende Leistungen in der Lehre erbracht haben und durch innovative Konzepte überzeugen.

Pressemitteilung OTH Regensburg

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