Mo., 22.01.2024 , 15:23 Uhr

Regensburg: Politische Mandatsträger zu Besuch im BMW Group Werk

Zusammen mit dem Vorsitzenden des Arbeitsausschusses im Deutschen Bundestag, Bernd Rützel; besuchten die Bundestagsabgeordnete Dr. Carolin Wagner sowie der Europaabgeordnete Thomas Rudner (beide SPD) am Montag das BMW Group Werk Regensburg in ihrer Oberpfälzer Heimat. Dort informierten sich die Mandatsträger über die aktuelle Situation der BMW Group und blickte hinter die Kulissen des Werks.

Im Mittelpunkt eines Gedankenaustauschs mit Werkleiter Armin Ebner und dem Betriebsratsvorsitzenden André Mandl standen die Elektromobilität, die Arbeitsmarktsituation aber auch Zukunftstrends wie Nachhaltigkeit. Die BMW Group Vertreter erläuterten die besondere Rolle des Werks Regensburg im internationalen Produktionsnetzwerk als Leitwerk für die Kompaktklasse. „Bereits 2024 wird mindestens jeder dritte BMW aus den bayerischen Fahrzeugwerken ein Elektroauto sein – das gilt auch für das Werk Regensburg“, bekräftigte Werkleiter Armin Ebner.

Konkrete Belege, dass die BMW Group auf dem Weg zur Mobilität von morgen auf ihren oberpfälzischen Standort setzt, sind der BMW iX1 und der BMW iX2. Letzter läuft seit November in Regensburg vom Montageband, der BMW iX1 bereits seit dem Jahr davor. „Mit dem BMW iX1 und dem neuen BMW iX2 ist nun unsere komplette Modellpalette aus Regensburg voll elektrifiziert“, so Ebner. Beide Modelle kämen nicht nur bei Kunden in aller Welt hervorragend an, sondern hätten im vergangenen Jahr auch renommierte Auszeichnungen erhalten, so zum Beispiel den „Best Cars“ Award der Fachzeitschrift „auto motor und sport“, ebenso wie das „Goldene Lenkrad“ der „Autobild“. „Darauf sind wir als Werksmannschaft Regensburg sehr stolz“, betonte Ebner.

Vor Ort in der Fahrzeugmontage überzeugten sich Wagner, Rützel und Rudner vom erfolgreichen Hochlauf der Elektromobilität in Regensburg. „In einer flexiblen Produktion fertigen wir unterschiedlichste Antriebsformen auf ein- und derselben Montagelinie“, erläuterte Werkleiter Armin Ebner. Am Standort Leibnizstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fahrzeugwerk, hatten sich die Gäste zuvor ein Bild von der E-Antriebsfertigung gemacht – dort werden die Hochvoltbatterien für die Regensburger Elektrofahrzeuge montiert.

Wichtig zu betonen war den BMW Group Verantwortlichen außerdem, dass die Regensburger Produktion auch unter ökologischen Gesichtspunkten Benchmarks setze, zum Beispiel mit der bis Ende letzten Jahres erfolgten Sanierung der Rückkühlanlagen, die den Wasserverbrauch um etwa ein Fünftel senke. Ein weiteres Beispiel sei die Nutzung von regionalem Kalksteinmehl vom Fuße der Walhalla: Hiermit sparen die Lackierereien der ostbayerischen BMW Group Werke Regensburg und Dingolfing über 5.000 Tonnen CO2 und 17.400 Megawattstunden Energie jährlich.

Über die reine Fahrzeugproduktion hinaus seien die BMW Group Werke Regensburg und Wackersdorf mit ihren rund 9.000 Mitarbeitenden außerdem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor – und der größte Arbeitgeber in der Region. „In unserem Werk arbeiten Mitarbeitende aus 53 Nationen“, betonte der Betriebsratsvorsitzende André Mandl. „Die Vielfalt und Individualität unserer Werksmannschaft ebenso wie das respektvolle Miteinander verschiedener Kulturen macht uns einzigartig, stark und innovativ.“ Unter den 9.000 Mitarbeitenden absolvieren aktuell über 300 junge Menschen eine Ausbildung in elf verschiedenen Berufen. Zwei davon standen den Gästen Rede und Antwort und berichteten aus ihrem Ausbildungsalltag. „Die Berufsausbildung ist ein tragendes Element für die Fachkräftesicherung im BMW Group Werk Regensburg“, bekräftigte Mandl. „Durch die ständige Weiterentwicklung unserer Berufsfelder und die hervorragende fachliche Qualifizierung durch unsere Ausbilderinnen und Ausbilder bereiten wir unsere Auszubildenden optimal auf den zukünftigen Berufsweg vor.“

Dr. Carolin Wagner: „BMW ist einer der zentralen Arbeitgeber in der Region mit tarifgebundenen, gut bezahlten Arbeitsplätzen. Damit große Industrieunternehmen in Deutschland bleiben, sorgen wir für gute Rahmenbedingungen, etwa durch den beschleunigen Ausbau der Erneuerbaren Energien, mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz oder durch Forschung und Entwicklung in Zukunftstechnologien wie der Batterieforschung.“

Bernd Rützel unterstrich: „Wir haben in Deutschland gute Industriearbeitsplätze. Damit das so bleibt, müssen wir viel in sich verändernde Technik, in Digitalisierung und in weiterhin gute mitbestimmte Arbeitsplätze investieren. Viele haben sich von der Berufsausbildung bis in hochqualifizierte Jobs entwickelt. Das gilt es auch für morgen zu sichern. Der immer schnellere Wandel der Arbeitswelt kann nur mit starken Betriebsräten und Gewerkschaften gelingen.“

 

BMW Group Regensburg

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