Do., 11.04.2019 , 16:26 Uhr

Regensburg: Pilotprojekt „Zeitintensive Betreuung“ startet im BRK und Minoritenhof

Jeder Mensch möchte das Ende seines Lebens würdevoll  und in Geborgenheit erleben. Das Pilotprojekt „Zeitintensive Betreuung im Pflegeheim“ (kurz: ZiB) sorgt nun dafür, dass Pflegekräfte im BRK+Minoritenhof ein Mehr an Menschlichkeit und Achtsamkeit für Menschen mit einem hohen Betreuungsbedarf, der über die Regelversorgung hinausgeht, erbringen können.

Dabei ist es nicht nur wichtig, die Sterbenden selbst zu begleiten, sondern auch deren Angehörige, die oftmals mit der Situation und den Gefühlen überfordert sind. Auch sie gilt es nicht alleine zu lassen.

„Die Voraussetzung dafür, nämlich fachlich ausgebildete Palliativcarekräfte in der Einrichtung zu beschäftigen, erfüllen wir bereits seit mehreren Jahren. Dieses Projekt sorgt nun aber dafür, dass diese Palliativcarekräfte mehr Zeitressourcen für Grundpflege, Nahrungsaufnahme, für Gespräche mit Bewohnern und Angehörigen, für Sitzwachen und für die Erfüllung persönlicher Wünsche  zur Verfügung haben. Konkret stehen dafür  60 Stunden zusätzliche Zeit pro Monat, für die spezielle palliative Arbeit zur Verfügung. Die Palliativecarekräfte werden für diese speziellen Tätigkeiten aus der Routinearbeit herausgenommen, um sich den Menschen in der Begleitung  der letzten Lebensphase intensiver widmen zu können.“ – Herbert Riepl, Leiter des BRK-Seniorenheims

Möglich macht dieses Projekt der Hospiz-Verein Regensburg e.V. indem er sich für eine würdevolle Betreuung von Menschen am Lebensende einsetzt und dafür die finanziellen Mittel bereitstellt.

Das Projekt zwischen dem Hospiz-Verein Regensburg und der Einrichtung  BRK+Minoritenhof hat einen Leuchtturm-Charakter. Ihr  Engagement für eine palliative Sterbebegleitung muss und soll eine Strahlkraft für Andere sein“, zeigt sich der 1. Vorsitzende des Hospiz-Vereins, Manfred Beer, zufrieden. Es gelte bei diesem Projekt die Devise, durch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit voneinander zu lernen und Erfahrungen zu sammeln.

Dass am Rande der Regensburger Altstadt gelegene BRK-Seniorenheim  beschäftigt bereits seit mehreren Jahren drei Pflegefachkräfte mit einer Palliativcare Weiterbildung. „Es gilt heute auch und vor allem Ihnen, den Pflegekräften, zu danken, ohne die dieses Projekt im Speziellen und die würdevolle Sterbebegleitung im Allgemeinen nicht möglich wäre“, so der Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverbandes, Björn Heinrich, zum Start des Projekts.

 

Pressemitteilung BRK

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