Bereits der Einstieg machte klar, worum es ging. Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann begrüßte die Teilnehmenden mit den Worten: „Gleich wird’s laut“.
Mit Blick auf die Donau trommelten die Pflegekräfte aus dem gesamten Bistum gemeinsam für ihre Profession. Rund 100 Pflegeprofis aus unterschiedlichen Einrichtungen waren gekommen.
Michael Weißmann ist Geschäftsführer und Arbeitgeber von rund 2000 Pflegefachpersonen. Vor etwa 40 Jahren lernte er selbst den Beruf des Krankenpflegers. Auf die Frage, warum Pflege trommelt, sagte er:
„Weil es höchste Zeit dafür ist. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. In den Einrichtungen fehlt Personal. Und zugleich haben wir eine Politik, die zwar gerne über Pflege, aber selten mit ihr spricht.“
Das müsse sich ändern. Weißmann sprach sich unter anderem für eine Pflegekammer in Bayern aus.
„Nur Pflege weiß, was Pflege braucht. Dafür muss sie sich zeigen. Stolz. Selbstbewusst. Unüberhörbar.“
Den Takt gab Ricarda Raabe, Altenpflegerin und professionelle Trommlerin aus Berlin, vor. Mit einfachen körpersprachlichen Signalen leitete sie den Drum Circle an.
Sie erklärte:
„Trommeln reduziert Stress, stärkt Achtsamkeit und verbindet Menschen. Genau diese Energie brauchen wir, um Pflege sichtbar und stark zu machen. Ich trommle für eine Pflege, die gesehen, gehört und unterstützt wird. Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, mit jedem Trommelschlag den Moment zu feiern und Menschen zu verbinden.“
Am Drum Circle beteiligten sich Pflegekräfte aus Krankenhäusern, der ambulanten Pflege und aus Altenheimen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Straubing, Kelheim, Donaustauf, Grafenwöhr, Laberweinting und Neustadt/Waldnaab waren dabei.
Angelika Schebelle, Kreis-Caritasvorsitzende in Straubing und gelernte Pflegefachperson, sagte:„Pflege ist wichtig für unsere Gesellschaft. Wir müssen auf uns aufmerksam machen.“
Claudia Steinbauer, Leiterin der Katholischen Akademie in Regensburg, ergänzte: „Stillsein verändert nichts.“
PM Caritasverband für die Diozese Regensburg e.V.