Do., 07.04.2022 , 15:06 Uhr

Sanierung sorgt für Verkehrschaos

Regensburg: Oberpfalzbrücke - Fehlendes Verkehrskonzept für Dult

Seit einem Monat wird die Oberpfalzbrücke saniert. Das sorgt bereits jetzt für Verkehrschaos und stellt Dult-Besucher vor die Frage: Wie komme ich sicher zum Volksfest? Auch die Nutzung für dringende Rettungseinsätze muss dringend geprüft werden, was auch CSU-Politiker Peter Aumer fordert.

Seit dem 07. März 2022 wird die Oberpfalzbrücke saniert. Die Stadt Regensburg ist für die Asphaltdecke und die Verkehrsführung auf der Brücke zuständig und somit Genehmigungsbehörde für die Verkehrsregelung. Bis November 2022 soll die Brücke noch erneuert werden – eine lange Zeit, zumal die Brücke nicht wie zuerst angenommen nur für den Verkehr gesperrt wird, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer. Das ist schon Belastung genug für Verkehr und Anwohner, wird aber noch durch die im Mai und Herbst geplanten Dulten verschärft.

„Während der Dultzeit im Mai und Herbst sollte die Nutzung der Oberpfalzbrücke für Fußgänger und Radfahrer auch möglich sein. So könnte auch die problematische Verkehrssituation in Stadtamhof erheblich entzerrt werden“,

findet der Regensburger Bundestagsabgeordnete Peter Aumer. Er hat vor kurzem die Bauarbeiten vor Ort besucht und sich vom zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) über den Ablauf der Sanierungsarbeiten informieren lassen.

Laut Medienberichten haben bereits mehrere lokale Politiker ihre Bedenken zur Verkehrssituation geäußert. Gegenüber der MZ sorgt sich zum Beispiel die zweite Bürgermeisterin Astrid Freudenstein von der CSU um die Sicherheit der Besucher und Anwohner während der Dultzeit.

 

Ungeklärte Zufahrt bei Notfällen

Vor allem die noch nicht geklärte Zufahrt für Einsatzfahrzeuge bereitet den Betroffenen Bauchschmerzen. Zumindest für die Frühjahrsdult, die vom 13. bis zum 29. Mai stattfindet, soll möglicherweise ein Verkehrsstreifen für Fußgänger und eventuell Rettungsfahrzeuge freigegeben werden. Ein genaues Konzept liegt allerdings noch nicht vor und wird zurzeit von der Stadt erarbeitet.

Vor dem Hintergrund, dass die Sanierung der Oberpfalzbrücke bereits seit längerem zwischen Stadt und Bundesbehörde abgestimmt wird und ursprünglich für 2021 geplant war, zeigt sich Peter Aumer verwundert über das zögerliche Vorgehen der Stadt und den fehlenden Alternativen für Verkehr und Notfalleinsätze. Laut dem Bundestagsabgeordneten hat das WSA bereits bei der Stadt einen Antrag gestellt, damit die Oberpfalzbrücke während der Dultzeit für Fußgänger und Radfahrer geöffnet wird.

„Ich bin auch der Meinung, dass man schnellstens prüfen muss, ob es möglich ist, in dringenden Notfällen die Oberpfalzbrücke für den Rettungsdienst freizugeben. Wenn Rad- und Fahrradverkehr möglich sind, muss dies auch für lebensnotwendige Einsatzfahrten geprüft werden,“

fordert Aumer.

Deshalb will sich der CSU-Politiker nochmals mit dem zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Verbindung setzen und die Nutzung der Brücke für dringende Rettungseinsätze vorschlagen.

Klar ist, in spätestens fünf Wochen muss ein Konzept stehen, um allen Menschen nach zwei Jahren Pause einen sicheren Dultbesuch zu ermöglichen.

 

Büro Peter Aumer/JM

 

 

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