Die Katholische Akademie hat sich bayernweit einen Namen als Spezialist für die Weiterqualifizierung von Pflegeprofis gemacht. Im Jahr 2025 nahmen insgesamt 5.743 Personen an Fort- und Weiterbildungen teil. Der Neujahrsempfang knüpfte an das 50-jährige Jubiläum im Vorjahr an und betonte erneut das Leitbild der Akademie: fachliche Kompetenz verbunden mit Herzensbildung.
Beim Festgottesdienst zitierte Caritasvorsitzender Domkapitular Michael Dreßel den Religionsphilosophen Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ In seiner Ansprache griff er später Worte von Papst Benedikt XVI. auf: Das Programm der Akademie sei „das sehende, das hörende Herz“.
Mit einer erfreulichen Nachricht eröffnete Dr. Andreas Magg, Vorstandsvorsitzender der Akademie und Direktor des Landescaritasverbandes, den offiziellen Teil des Nachmittags: Claudia Steinbauer, bisher kommissarische Leiterin, wurde fest in ihrer neuen Rolle bestätigt. Steinbauer betonte: „Wissen allein reicht nicht mehr aus“ – Weiterbildung brauche neue Lernräume und müsse Menschen auch emotional erreichen.
Unterstützt wurde die Botschaft von Diakon Michael Weißmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Akademie, der an die spirituelle Dimension des Lernens erinnerte: „Wer hier lernt, führt oder pflegt, steht nicht allein – Gott geht mit.“
Ein Blick in die Zukunft kam von Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha von der LMU München. In seinem Festvortrag „KI revolutioniert die berufliche Fort- und Weiterbildung!?“ plädierte er für eine experimentierfreudige und zugleich reflektierte Auseinandersetzung mit neuen Technologien in der Erwachsenenbildung. Dabei benannte er sowohl Potenziale als auch Herausforderungen der digitalen Transformation.
Auch die Politik zeigte sich verbunden mit der Bildungseinrichtung in der Ostengasse: Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Landrätin Tanja Schweiger lobten in ihren Grußworten die Bedeutung der Akademie für die Region. Der Neujahrsempfang wurde durch ein besonderes Buffet und musikalische Beiträge der Jazzband „Vibop“ abgerundet.
Domkapitular Dreßel brachte die Rolle der Akademie zum Abschluss auf den Punkt: Sie leiste einen Beitrag dafür, „dass brennende Herzen nicht irgendwann ausgebrannt sind“.
Caritas Regensburg / SP