Do., 05.09.2024 , 15:45 Uhr

Regensburg: Neue Trauergruppe für Hinterbliebene nach Suizid

Am kommenden Dienstag, dem 10. September, findet der Welttag der Suizidprävention statt. Die Caritas bietet ab Herbst eine Trauergruppe für Menschen an, die jemanden durch Suizid verloren haben.

Ab Herbst bietet die Caritas Regensburg eine Trauergruppe für Menschen an, die einen geliebten Menschen durch Suizid verloren haben. Dieses neue Angebot richtet sich an Hinterbliebene, die Unterstützung in ihrer Trauer suchen.

Suizid bleibt ein Tabuthema

In Deutschland nimmt sich laut Statistik alle 57 Minuten jemand das Leben, und alle fünf Minuten versucht es jemand. Lisa Pfeiffer, Psychologin bei der Caritas Regensburg und Mitarbeiterin der Beratungsstelle Horizont – Hilfe bei Suizidgefahr, betont die Notwendigkeit, das Thema Suizid aus der Tabuzone zu holen. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September wird ebenfalls auf diese Problematik aufmerksam gemacht.

Hilfe bei Suizidgefahr und für Angehörige

Seit über 35 Jahren bietet die Beratungsstelle Horizont in Regensburg Hilfe für Menschen mit Suizidgedanken und deren Angehörige. Im Durchschnitt suchen jährlich mehr als 500 Personen Hilfe, wobei die Anzahl stetig steigt. Nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen wenden sich an die Beratungsstelle, wenn sie jemanden kennen, der gefährdet ist oder sich bereits das Leben genommen hat.

Neue Trauergruppe startet im Herbst

Ab Herbst wird das Angebot der Beratungsstelle durch eine Trauergruppe für Hinterbliebene nach Suizid erweitert. Geleitet wird die Gruppe von Lisa Pfeiffer und ihrer Kollegin Elfriede Heller. Diese Gruppe soll den Hinterbliebenen helfen, ihre Trauer zu verarbeiten, indem sie sich untereinander austauschen und gemeinsam angeleitete Übungen durchführen. Diese Übungen sollen den Teilnehmern Mut machen und sie in ihrer Neuorientierung unterstützen.

„Die Trauer nach Suizid ist eine besondere Trauer“, erklärt Pfeiffer. Oft mischen sich widersprüchliche Gefühle wie Wut, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle. Zusätzlich erschwert die gesellschaftliche Stigmatisierung den Umgang mit der Trauer. Die neue Gruppe bietet den Betroffenen einen sicheren Raum, um sich diesen komplexen Gefühlen zu stellen und Unterstützung zu finden.

Kontakt zur Beratungsstelle Horizont

Interessenten können sich für ein Vorgespräch direkt an die Beratungsstelle Horizont in Regensburg wenden:

Beratungsstelle Horizont – Hilfe bei Suizidgefahr
Hemauer Straße 8, 93047 Regensburg
Beratungstelefon: (09 41) 5 81 81
Webseite: www.beratungsstelle-horizont.de

 

PM Caritas Regensburg / TK

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