Fr., 24.07.2026 , 08:59 Uhr

Pressekonferenz am Freitagnachmittag

Regensburg: Nach tödlicher Messerattacke in Bankfiliale - Polizei gibt weitere Hintergründe bekannt

War es ein Raubüberfall? Was genau bei dem tödlichen Angriff auf einen Bank-Mitarbeiter in Regensburg geschehen ist, müssen die Ermittler noch klären. Sie wollen Freitagnachmittag weitere Hintergründe zum Vorfall bekannt geben.

Unsere Berichterstattung vom Tatort:

 

Weitere Hintergründe: Polizei-Pressekonferenz am Freitagnachmittag

Nach der tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank versucht die Kriminalpolizei, die Hintergründe aufzuklären. Bislang ist das Motiv des 20 Jahre alten Verdächtigen unklar. Details will sie gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz am Nachmittag bekanntgeben. Am Morgen sagte ein Sprecher der Polizei, dass es derzeit keine neuen Informationen gebe.

Der 20-jährige Tatverdächtige, der rund drei Stunden nach dem Angriff in dem Gebäude festgenommen wurde, soll zudem im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen den Deutschen wird wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls ermittelt, wie eine Sprecherin des Regensburger Polizeipräsidiums sagte.

Viele Details zu den Abläufen der blutigen Tat mit einem Toten waren auch Stunden später weiter unklar. Es dauere, den genauen Hergang zu verifizieren, erklärte die Polizeisprecherin. Auch die Vernehmungen nähmen Zeit in Anspruch.

 

Opfer war Bankmitarbeiter

Am Donnerstagnachmittag war in der Bankfiliale im Regensburger Westen ein Mitarbeiter mit einem Messer niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Eine ganze Weile hatten die Einsatzkräfte nur Sichtkontakt mit dem Opfer, bis es medizinisch erstversorgt und in eine Klinik gebracht werden konnte. Dort starb der Mann wenig später.

Es handelt sich um eine Filiale der Hypovereinsbank (HVB). «Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls», teilte die HBV nach der Tat mit.

Die Sicherheitskräfte hatten zunächst eine Geiselnahme befürchtet. Die Zahl der im Gebäude befindlichen Personen blieb lange unklar, ebenso das Motiv der Tat. Letztlich konnten die Beamten zwei Menschen unversehrt herausbringen. Danach fassten Spezialkräfte den Tatverdächtigen in dem Gebäude. Er habe keinen Widerstand geleistet und sei unverletzt geblieben, teilte die Polizei am Abend mit.

 

Keine Hinweise auf zweiten Täter

Im Anschluss suchten die Einsatzkräfte das Gebäude ab, um dann der Spurensicherung das Feld zu überlassen. Die Polizei ging rasch von einem Einzeltäter aus. «Hinweise auf einen zweiten Tatverdächtigen liegen derzeit nicht vor», hieß es wiederholt.

 

Innenminister Joachim Herrmann spricht Mitgefühl aus

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den Angehörigen des Opfers einer tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank sein Mitgefühl ausgesprochen.

„Er ist das Opfer eines brutalen, unvermittelten Angriffs und hatte offensichtlich keine Chance. Ich bin mit meinen Gedanken bei seiner Familie und den Angehörigen.“

Herrmann dankte der Regensburger Polizei und dem Spezialeinsatzkommando für die schnelle Bereinigung der Lage.

„Sowohl bei der Evakuierung der beiden verbliebenen Zeugen aus der Bank als auch bei der Festnahme des Täters gab es keine weiteren Verletzten durch Gewalteinwirkung. Der Einsatz der Spezialkräfte war professionell und präzise.“

 

dpa/stmiBayern/JM

 

 

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