In der Nacht auf Montag (8. Juni) versuchten Unbekannte, die Kabel eines Strommastes nahe des Solarparks Pentling an der A3 mit einem selbstgebauten Brandsatz zu beschädigen. Die Vorrichtung zündete, ein Feuer entstand jedoch nicht.
Gegen vier Uhr wurden nahe dem Wasserkraftwerk Regensburg im Bereich Winzerweg / Sportbootschleuse mehrere Kabel in einem Lüftungsschacht in Brand gesetzt. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 30.000 Euro.
Deswegen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft wegen möglicher Sabotage durch Extremisten. «Aufgrund der Tatobjekte und der Tatmodalitäten ist von einer extremistischen Tatmotivation auszugehen», teilte ein Behördensprecher in München mit.
«Die Ermittlungen werden zusammen mit dem bayerischen Landeskriminalamt in alle Richtungen geführt und mögliche Zusammenhänge mit anderen Bränden überprüft.» Zuständig sei die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Zuvor hatten Medien berichtet.
Wer im Bereich der Tatorte verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, wird gebeten, sich beim Bayerischen Landeskriminalamt unter 089/1212-0 oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung sowie der Vorbereitung einer terroristischen Straftat in Pentling, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Hinsichtlich des Kabelbrandes an einem Trafo an der Wehrbrücke in Regensburg werde wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Der Schaden könne derzeit noch nicht belastbar beziffert werden.
In der Nacht zu Montag war im baden-württembergischen Reutlingen großflächig der Strom ausgefallen, weil es in einem Umspannwerk brannte. Die Ermittler von Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Stuttgart gehen von Brandstiftung aus. Unklar ist, ob die Vorfälle in der Oberpfalz damit zusammenhängen.
dpa/JM