Do., 11.06.2026 , 17:35 Uhr

Regensburg/München: Ermittlungen nach möglichen Brandanschlägen von Extremisten

Nach nächtlichen Brandanschlägen in Regensburg und Pentling ermittelt die Zentralstelle für Extremismus. Was steckt hinter den Angriffen auf Stromversorgung und Infrastruktur?

 

Nach einem Feuer in Regensburg und einer mutmaßlich gescheiterten Brandstiftung im nahen Pentling ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft wegen möglicher Sabotage durch Extremisten. «Aufgrund der Tatobjekte und der Tatmodalitäten ist von einer extremistischen Tatmotivation auszugehen», teilte ein Behördensprecher in München mit.

«Die Ermittlungen werden zusammen mit dem bayerischen Landeskriminalamt in alle Richtungen geführt und mögliche Zusammenhänge mit anderen Bränden überprüft.» Zuständig sei die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Zuvor hatten Medien berichtet.

 

Hängen Vorfälle in der Oberpfalz mit Reutlingen zusammen?

Am Montag hatte ein Kabelschacht am sogenannten Pfaffensteiner Wehr an der Donau in Regensburg gebrannt. Am Samstag war ein Versuch gescheitert, einen Strommast bei Pentling (Landkreis Regensburg) anzuzünden.

Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung sowie der Vorbereitung einer terroristischen Straftat in Pentling, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Hinsichtlich des Kabelbrandes an einem Trafo an der Wehrbrücke in Regensburg werde wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt. Der Schaden könne derzeit noch nicht belastbar beziffert werden.

In der Nacht zu Montag war im baden-württembergischen Reutlingen großflächig der Strom ausgefallen, weil es in einem Umspannwerk brannte. Die Ermittler von Generalstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt Stuttgart gehen von Brandstiftung aus. Unklar ist, ob die Vorfälle in der Oberpfalz damit zusammenhängen.

dpa

 

 

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