Mo., 07.06.2021 , 17:08 Uhr

Regensburg: Millionen-Förderung für das neue Start-up-Lab der OTH Regensburg

Durch eine Millionen-Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sollen Start-up-Labs an der OTH initiiert werden. Dadurch wird Studierenden und Mitarbeitende der OTH Regensburg die Möglichkeit geboten künftig gemeinsam an ihren Gründungsideen zu arbeiten.

Mit 1,786 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Realisierung eines Start-up-Labs an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Das Start-up-Center der OTH Regensburg erhält die Gelder über vier Jahre hinweg aus dem Förderprogramm StartUpLab@FH. In einem Wettbewerbsverfahren gelang es, die Jury mit einem Konzept für einen sogenannten Makerspace zu überzeugen. Im neuen OTH Start-up-Lab werden Studierende und Mitarbeitende der OTH Regensburg künftig gemeinsam an ihren Gründungsideen arbeiten können, Designstudien entwerfen, Mockups bauen und Prototypen konstruieren.

Mit diesem neuen Projekt runden wir die Unterstützung für Gründer*innen an der OTH Regensburg weiter ab,

freut sich Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Leiter des Start-up-Centers der OTH Regensburg.

Start Ups auch für die Lehre

Mit der Einrichtung eines Makerspaces könne das umfassende Beratungsangebot der OTH Regensburg für Gründer*innen deutlich ausgeweitet werden. Deswegen freut sich Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg:

Studierenden dabei zu helfen, den Traum vom eigenen Unternehmen zu verwirklichen, gehört zu unseren strategischen Zielen. Wir können Gründungswillige noch besser unterstützen und vorhandene Potenziale noch effektiver erschließen.

„Die letzten Jahre haben aus gutem Grund eine umfassende Förderung digitaler Gründungsvorhaben gebracht. Gründungen jedoch, die die Produktion von Hardware erfordern, sind dabei mitunter zu kurz gekommen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen. Das soll sich mit dem OTH Start-up-Lab ab Herbst 2021 ändern: In einer voll eingerichteten Werkstätte werden gegenständliche Gründungsprojekte und die Entwicklung von Prototypen im Mittelpunkt stehen.

In der Kombination aus Hardware und Digitalisierung sieht Prof. Dr. Saßmannshausen besonderes Zukunftspotential für Gründungsprojekte aus der OTH und ihren Kompetenzfeldern: „Deutschland wird im Bereich der Digitalisierung wohl kein zweites Google hervorbringen. Dafür hat unsere Hochschule ausgewiesene Expertise in der Entwicklung von Hardware-Komponenten, etwa im Maschinen- und Anlagenbau, in der der Medizintechnik oder der Automatisierung.“ Diese Expertise gelte es zu kombinieren mit den vielfältigen Aspekten der Digitalisierung. Die OTH Regensburg könne hier deutschlandweit ein Vorreiter werden, auch dank des neuen Start-up-Labs. 

Auch in der Lehre soll eine „Maker-Kultur“ etabliert werden. Mit ihrem Fachwissen werden Ingenieur*innen und Naturwissenschaftler*innen im OTH Startup-Lab Gründer*innen anleiten und unterstützen. Konkrete Projekte können zudem unbürokratisch mit bis zu 7.500 Euro unterstützt werden, etwa um Materialkosten in der Prototypen-Entwicklung zu finanzieren.
Prof. Dr. Saßmannshausen agt dazu:

Es geht nicht nur darum, diese Dinge zu ermöglichen, es geht auch darum, den Start-ups zu helfen, die Entwicklungsprozesse insgesamt zu beschleunigen. Gründungen aus Deutschland sind im internationalen Wettbewerb oft einfach nur zu spät. Dieses Problem packen wir gleich mit an.

Die OTH Regensburg gilt im Fachgebiet Entrepreneurship als eine der führenden Hochschulen in Deutschland, was regelmäßig Spitzenpositionen im Gründungsradar des Stifterverbands belegen.

 

OTH Regensburg/JM

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