Mi., 23.09.2020 , 09:12 Uhr

Regensburg: Menschenkette gegen Stellenabbau bei Continental

Heute Nachmittag wollen Hunderte Beschäftigte mit einer Menschenkette um das Continental-Werk in Regensburg für den Erhalt von Arbeitsplätzen demonstrieren. 

Die Gewerkschaft IG Metall in Bayern hat zu dem Protest aufgerufen. Für die Menschenkette soll demnach ab 13.30 Uhr die Fertigung für eine Stunde ruhen. Man wolle «ein deutliches Signal nach Hannover» senden, wo sich der Firmensitz befindet.

Laut IG Metall sollen in Regensburg 2100 Jobs abgebaut werden. Andere Quellen gehen hier allerdings von nur rund 1000 Arbeitsplätzen aus. Continental selbst hat noch keine Details zur regionalen Verteilung der Abbaupläne bekanntgegeben.

 

«Alle Beschäftigten stehen aktuell unter besonders hohem Druck, um die Umsätze für den Konzern zu sichern. Und trotzdem sollen sie am Ende bluten. Diesen Plan des Schreckens werden wir weiterhin bekämpfen», sagte Rico Irmischer, Kassierer und Geschäftsführer der IG Metall Regensburg.

Der geplante Stellenabbau beim Autozulieferer Continental und seiner abgespaltenen Antriebssparte Vitesco trifft bayerische Standorte hart. Nach Angaben der IG Metall sind neben Regensburg auch die Standorte Nürnberg und Ingolstadt von den Plänen betroffen. Demnach sollen in allen Bereichen Arbeitsplätze abgebaut werden, besonders hart soll es aber die Produktion treffen.

 

Unsere Berichte zum Stellenabbau bei Continental:

Stellenabbau: Mitarbeiter von Continental protestieren
Für etwa 2.100 Menschen sitzt der Schock immer noch sehr tief: vergangene Woche hat Continental bekannt gegeben, Stellen zu streichen. Gestern hat sich erneut Protest formiert.
Stadt will Conti-Mitarbeiter unterstützen
Der Stellenabbau bei Continental bewegt die ganze Region. Gestern äußerte sich erstmals der Werkleiter des Regensburger Standorts. Die Oberbügermeisterin der Stadt Regensburg Gertrud Maltz-Schwarzfischer macht den Betroffenen Hoffnung.
Stellenabbau in Regensburg: Continental äußert sich
Der Schock sitzt nach wie vor tief. Continental will 13.000 Stellen streichen, alleine 2.100 in Regensburg. Nicht einmal ein Jahr, nachdem der Konzern bekannt gegeben hat, das Werk in Roding zu schließen, die nächste Hiobsbotschaft für die Mitarbeiter. Heute hat sich der Standort- und Werkleiter vor unserer Kamera geäußert.  
Regensburg: 2.100 Jobs bei Continental in Gefahr
Bald könnten in Regensburg etwa 2.100 Menschen ihren Job verlieren. Denn Continental plant einen Stellenabbau und auch Regensburg ist davon betroffen. Der Automobildienstleister möchte sich dadurch ab 2023 etwa eine Milliarde Euro einsparen. Laut IG Metal aber an den falschen Ecke!

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