Das Aktionsbündnis Psychotherapie Regensburg lädt am Samstag, 11. Juli 2026, zu einer öffentlichen Mahnwache an der Steinernen Brücke ein. Die Veranstaltung erinnert an die Menschen, die sich im Jahr 2025 in Stadt und Landkreis Regensburg das Leben genommen haben. Gleichzeitig soll ein Zeichen für mehr psychische Gesundheit und eine bessere Suizidprävention gesetzt werden.
Mit der Mahnwache möchte das Bündnis den Verstorbenen ein würdevolles Gedenken widmen. Gleichzeitig soll auf die gesellschaftliche Bedeutung von Suiziden aufmerksam gemacht werden. Nach Angaben des Aktionsbündnisses betreffen Suizide nicht nur einzelne Betroffene und deren Angehörige, sondern die gesamte Gesellschaft.
Das Aktionsbündnis betont die Bedeutung einer gut erreichbaren psychotherapeutischen Versorgung als wichtigen Bestandteil der Suizidprävention. Viele Menschen in suizidalen Krisen litten an behandelbaren psychischen Erkrankungen oder befänden sich in schweren seelischen Belastungssituationen. Deshalb seien verlässliche und ausreichend finanzierte Versorgungsstrukturen notwendig, damit Betroffene schnell professionelle Hilfe erhalten können.
Im Rahmen der Mahnwache will das Aktionsbündnis zudem auf die aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen rund um das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz aufmerksam machen. Nach Auffassung des Bündnisses dürften Reformen zur Finanzierung des Gesundheitswesens nicht zulasten einer bedarfsgerechten psychotherapeutischen Versorgung gehen.
Mit der Veranstaltung verbindet das Aktionsbündnis das Gedenken an die Verstorbenen mit einem Appell an die Politik. Investitionen in die psychotherapeutische Versorgung seien zugleich Investitionen in Prävention, Teilhabe und den Schutz von Menschenleben.
Die öffentliche Mahnwache findet am Samstag, 11. Juli 2026, um 10 Uhr an der Steinernen Brücke in Regensburg statt.
Wenn Sie selbst von Suizidgedanken oder einer schweren psychischen Krise betroffen sind oder sich Sorgen um eine nahestehende Person machen, finden Sie Hilfe bei Ihrem Hausarzt, psychiatrischen oder psychotherapeutischen Krisendiensten sowie rund um die Uhr bei der TelefonSeelsorge unter 0800 1110111 oder 0800 1110222 sowie online unter https://www.telefonseelsorge.de.
Pressemitteilung / MF