Mi., 02.11.2022 , 14:49 Uhr

Regensburg: Kaiserin Sisi hält Einzug ins Haus der Bayerischen Geschichte

Ab sofort können die Besucherinnen und Besucher des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg eine spektakuläre neue Inszenierung bestaunen, in deren Mittelpunkt die bekannteste Bayerin steht: Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837-1898).

Trauerzug als Vorbote für Untergang der Monarchie

In der Dauerausstellung des Museums in Regensburg trägt von heute an ein kunstvoll arrangierter Trauerzug Ludwig II. zu Grabe. Der Trauermarsch ist zugleich das passende Bild für den sich bereits Ende des 19. Jahrhunderts anbahnenden Untergang der Monarchie. Der Trauerzug besteht aus seltenen und sehr wertvollen Uniformen des königlich bayerischen Hofstaats, die auf kunstvoll gefertigten Metallfigurinen präsentiert werden.

 

Kleid als Höhepunkt

Das aufwendig gefertigte Kleid Kaiserin Elisabeths bildet den Höhepunkt der Inszenierung. Oberteil und Rock sind aus extrem dünnen und feinen Seidentaft und Spitze gefertigt und zeugen vom Modebewusstsein der Kaiserin. Das Haus der Bayerischen Geschichte konnte das Kleid noch zur rechten Zeit zu akzeptablen Bedingungen erwerben. Aktuell erzielen dagegen Devotionalien der Kaiserin beinahe astronomische Preise.

 

Freundschaft zwischen Sisi und Ludwig

Kaiserin Elisabeth war eine Prinzessin aus der Wittelsbacher Nebenlinie der Herzöge in Bayern. Durch die Heirat mit ihrem Cousin Franz Joseph I. stieg sie 1854 zur Kaiserin von Österreich auf. Elisabeth war nicht nur die Großcousine Ludwigs II., sondern auch seine engste Freundin. Beide einte ihre Abneigung gegen das strenge höfische Zeremoniell, vor dem sie immer wieder flohen, aber auch ihr jeweils tragisches Ende.

Nach dem Tod Ludwigs II. im Starnberger See war Elisabeth als eine der Ersten vor Ort. Die trauernde Kaiserin verabschiedete sich mit einem Jasminstrauß, den sie dem Leichnam Ludwigs in die Hand legte, von ihrem Seelenverwandten. Als auch noch ihr Sohn Rudolf Selbstmord beging, trug Elisabeth in den folgenden Jahren fast ausschließlich schwarz. Am 10. September 1898 wurde "Sisi" von einem italienischen Anarchisten ermordet.

Die ab sofort in der Dauerausstellung "Wie Bayern Freistaat wurde und was in besonders macht" zu besichtigende Inszenierung setzte das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Künstler Jan Hooss, der Restauratorin Bettina Kamann und dem Gestaltungsbüro Jangled Nerves um.

 

Haus der Bayerischen Geschicht/JM

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