Di., 08.02.2022 , 13:38 Uhr

Regensburg: Hilfe für Obdachlose - Caritas stellt Kältetelefon vor

Es ist Winter und Sie entdecken den Schlafplatz eines oder einer Obdachlosen? Rufen Sie das neue Kältetelefon von Caritas und Stadt Regensburg an.

Wer in den Wintermonaten durch die Straßen der Stadt läuft, kennt das Bild vielleicht: Zusammengerollt liegt jemand an der Hauswand, auf kaltem Beton oder einem Bett aus Pappkarton. Man möchte helfen, weiß aber nicht wie. „Wer künftig den Schlafplatz eines oder einer Obdachlosen sieht, kann rasch und unkompliziert handeln“, sagt Brigitte Weißmann, Leiterin des Referats Soziale Beratung bei der Caritas Regensburg. „Mit einem Anruf beim Caritas-Kältetelefon.“ Die Nummer lautet: 0175 145 56 69. Weißmann rät jedem, die Nummer mobil einzuspeichern – für „einen Anruf, der Leben retten kann“.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg startet ab sofort das Hilfsangebot der Caritas. Es ist bis 31. März täglich rund um die Uhr erreichbar. „Das Kältetelefon ist ein weiterer Baustein in der sozialen Stadt“, sagt die Regensburger Bürgermeisterin Astrid Freudenstein. „Niemand muss in Regensburg auf der Straße schlafen.“ Die verantwortlichen Caritas-Mitarbeiterinnern für das Caritas-Kältetelefon sind Barbora Pokorny, die Leiterin von NOAH – dein TagNachtHalt, und Yvonne Phillips, Fachreferentin für Besondere Lebenslagen.

 

 

Wer das Caritas-Kältetelefon anruft, sollte folgende Informationen angeben:

 

Ein Team des Caritas-Kältetelefons kommt nach dem Anruf zum Schlafplatz und spricht mit dem oder der Obdachlosen. Die Mitarbeitenden gehen individuell auf die Situation ein: Sie bieten einen Schlafplatz im Warmen an, nämlich in der Notunterkunft NOAH – dein TagNachtHalt. Zudem gibt es Tee, der wärmt, und falls jemand einen Schlafplatz bei NOAH ablehnt, verschenkt das Team einen Schlafsack, Decken und Winterkleidung.

 

Obdachlosigkeit in Regensburg

In Regensburg leben rund 100 Menschen ohne Obdach, sprich: Sie haben keine Wohnung, in die sie abends heimkehren können. Sie leben und schlafen auf der Straße. Die Gründe dafür sind vielfältig: eine schicksalhafte Erkrankung, die Trennung vom Partner oder der Partnerin, schließlich Drogen- oder Alkoholkonsum, der nur vermeintlich weiterhilft. Im Winter, wenn Kälte und Nässe hinzukommen, wird aus dem Leben auf der Straße oftmals ein Überleben. Falls es sich um akut lebensbedrohliche Situationen handelt, sollte daher nach wie vor der Notruf alarmiert werden, unter 110 (Polizei) oder 112 (Krankenwagen).

 

Das Caritas-Programm NOAH

NOAH richtet sich an wohnungs- oder obdachlose Menschen. Der Projektname NOAH steht für ein Niederschwelliges, Orstsnahes Angebot für Menschen ohne festen Wohnsitz, die ebenfalls Anspruch auf Heimat haben. Das Programm beinhaltet das NOAH-Mobil, die NOAH-Notunterkunft und nun das Kältetelefon. Das NOAH-Mobil fährt Hotspots und häufig genutzte Aufenthaltsorte von Obdachlosen an. Die Notunterkunft NOAH – dein TagNachtHalt liegt in der Landshuter Straße 49 in Regensburg. Dort gibt es aktuell 55 Schlafplätze für obdachlose Menschen (reduzierte Schlafplatzanzahl wegen Corona), 47 für Männer und acht für Frauen, zudem warmes Essen und Trinken.

 

Die Soziale Beratung der Caritas Regensburg

Das Referat Soziale Beratung der Caritas Regensburg berät und unterstützt Menschen in sozialen Notlagen. Da geht es um Obdachlosigkeit oder um Schulden, um familiäre Notlagen oder psychosoziale Krisen. Die Sozialexpertinnen und Sozialexperten der Caritas helfen weiter, indem sie beispielsweise Berechtigungsscheine für die Fürstliche Notstandsküche vergeben, Ratsuchenden durch den Ämterdschungel helfen oder an weiterführende Hilfen vermitteln. Die Leiterin des Referats ist Brigitte Weißmann. Kontakt vor Ort: Von-der-Tann-Straße 7 in Regensburg, Tel.: 0941/5021 114.

 

Mehr dazu morgen im TVA-Journal.

 

 

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