Mo., 23.05.2022 , 13:12 Uhr

Verbunde und Bahn treffen Vorbereitungen

Regensburg: Heute Verkaufsstart vom 9-Euro-Ticket

In ganz Deutschland hat heute der Verkauf des 9-Euro-Tickets begonnen. Deswegen ist auch die Telefon-Hotline des RVVs länger erreichbar und die Stammkunden erhalten ganz automatisch alle Vorteile des Aktionstickets. Die DB möchte im Vorfeld ihre Kunden über stark ausgelastete Züge informieren und seine Verbindungen verstärken. Auch die agilis hat wichtige Informationen für die Fahrgäste veröffentlicht:

Bei der Deutschen Bahn und bei zahlreichen Verkehrsverbünden in Deutschland hat am Montag der Verkauf der 9Euro-Monatstickets begonnen. Allein in den frühen Morgenstunden seien über die digitalen Kanäle der Bahn rund 50 000 Tickets verkauft worden, teilte ein Konzernsprecher mit. Am Morgen war die Seite aufgrund der hohen Nachfrage immer wieder überlastet. Auch über die Bahn-App DB-Navigator war das 9EuroTicket am Montag erhältlich. Wer über die Handyapp eine Reise im Regionalverkehr buchte, stieß während des Prozesses auf das Angebot.

Mit den Sondertickets können Fahrgäste im jeweils gültigen Monat für 9 Euro im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) durch ganz Deutschland fahren. Die Monatskarten sind für Juni, Juli und August buchbar. Die Bundesregierung will Verbraucherinnen und Verbraucher angesichts der starken Inflation mit dem Angebot entlasten und zudem den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiver machen.

 

DB trifft Vorbereitungen und verstärkt Verbindungen

Zehn Tage vor Start hat die Deutsche Bahn (DB) heute mit dem Vorverkauf der 9-Euro-Tickets begonnen. Die günstigen Monatskarten für den Regionalverkehr sind ab sofort auf bahn.de, im DB Navigator, bei DB Agenturen, an Fahrkartenautomaten und in den Reisezentren erhältlich. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Regionalverkehre im Aktionszeitraum auf Hochtouren.

Für die mit dem 9-Euro-Ticket zu erwartende steigende Zahl von Fahrgästen verstärkt DB Regio Bayern ab dem 1. Juni im Regional- und S-Bahn-Verkehr auf zahlreichen Strecken Züge, so zum Beispiel auf der Strecke Nürnberg – Neuhaus sowie Nürnberg Nordost – Gräfenberg. Für ein reibungsloses Ein- und Aussteigen der Fahrgäste am Bahnsteig plant die DB an stark frequentierten Stationen für die Wochenenden sowie an den Feiertagen den Einsatz von Reisendenlenker:innen. Durch Sonderschichten und Bereitschaften sowie zusätzliche Mitarbeiter:innen vor allem an Wochenenden und Feiertagen verstärkt die DB auch ihre mobilen Instandhaltungstrupps in den Werkstätten und die Reinigungsteams an Bahnhöfen.

 

Hohe Auslastung bei bestimmten Verbindungen

Auf einzelnen, stark frequentierten Verbindungen sowie rund um beliebte Ausflugsziele kann es zu hohen Auslastungen kommen. Insbesondere erwartet die DB auf folgenden Verbindungen ein hohes Fahrgastaufkommen: Werdenfelsbahn (München – Kochel, München – Garmisch-Partenkirchen), in der Region Allgäu (München – Lindau, München – Oberstdorf, Nürnberg – Augsburg – Oberstdorf, Nürnberg – Augsburg – Lindau, Ulm – Oberstdorf) sowie auf den Express-Verbindungen Franken-Thüringen, Main-Spessart (Frankfurt – Würzburg – Bamberg) sowie München – Augsburg – Ulm und München – Nürnberg. Gleiches gilt für Verbindungen der Gräfenbergbahn, Würzburg – Treuchtlingen und Würzburg – Nürnberg. Auf der Strecke Hof – Nürnberg sind infolge von Baumaßnahmen ab
29. Juni ebenfalls Einschränkungen zu erwarten.

Deshalb bittet die DB ihre Kund:innen, ihre Reise an den Wochenenden, Feiertagen sowie in den Ferien im Voraus zu planen und auch auf weniger stark nachgefragte Verbindungen außerhalb der Stoßzeiten zurückzugreifen. Um den Kund:innen die Reiseplanung zu erleichtern, sind die Auslastungen der einzelnen Züge im DB Navigator sowie unter www.bahn.de hinterlegt. Stark frequentierte Züge sind bereits jetzt mit dem Hinweis „Es wird eine hohe Auslastung erwartet“ gekennzeichnet.

Auch bei der S-Bahn München werden alle verfügbaren Fahrzeuge eingesetzt: Kurzfristig bei Bedarf können Langzüge mit größerer Kapazität und zusätzliche Züge eingesetzt werden. Bei hohem Fahrgastaufkommen vor allem im Berufsverkehr auf der Stammstrecke sowie in den Abendstunden aus Richtung Starnberg und Ammersee unterstützen zusätzliche Reisendenlenker:innen. Fahrgäste werden gebeten, sich unter www.s-bahn-muenchen.de/fahren/baustellen über mögliche Baustellen zu informieren.

Die Mitnahme von Fahrrädern ist in Regionalzügen und S-Bahnen grundsätzlich weiterhin möglich, kann jedoch nicht garantiert werden. An vielen Ausstiegsbahnhöfen stehen Call-a-Bike-Angebote der DB zur Verfügung. Das 9-Euro-Ticket gilt auch für Verbindungen von DB Regio Bus.

Infos zur Fahrradmitnahme und zu allen weiteren Fragen rund um das 9-Euro-Ticket gibt es unter www.bahn.de/9-euro-ticket und auf der regionalen Homepage unter www.bahn.de/bayern

 

Das halten die Regensburger vom 9-Euro-Ticket

 

Vorbereitungen auch in Regensburg

Digitaler und analoger Verkauf  im RVV

Ab heute ist das 9-Euro-Ticket auch im Kundenzentrum und den rund 130 Vorverkaufsstellen des Regensburger Verkehrsverbunds erhältlich. Im Laufe der Woche wird für die RVV-App ein Update bereitgestellt: Sobald die neueste App-Version installiert ist, kann das Aktionsticket auch digital, als Handy-Ticket, erworben werden. Ab 1. Juni wird auch der Ticketverkauf in den Bussen starten.

 

Hohe Nachfrage erwartet

Der RVV erwartet, dass viele Bürgerinnen und Bürger die günstigen Monats-Tickets nutzen werden.

„Wir sehen mit dem 9-Euro-Ticket die Chance, dass viele Menschen, die sonst mit dem PKW und eher selten mit Bus und Bahn unterwegs sind, den ÖPNV kennenlernen.“,

so RVV- Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein.

Er fährt fort:

„Der RVV hat sich im Kundenservice auf die zahlreichen Fragen zum 9-Euro-Ticket eingestellt: Die Zeiten der Telefon-Hotline werden ab heute für Fragen rund um das 9- Euro-Ticket von Montag bis Freitag auf 8:00 bis 20:00 Uhr ausgeweitet.“

 

Wichtige Informationen für RVV-Abonnenten

In den Monaten Juni, Juli und August 2022 erhalten Abonnentinnen und Abonnenten sowie Fahrgäste mit Job-Tickets oder 365-Euro-Tickets automatisch den vergünstigten Preis von 9 Euro pro Monat. Wer bereits im Voraus bezahlt hat, erhält die Preisdifferenz auf formlosen Antrag erstattet.

Alle Informationen zur Rückerstattung gibt es auf www.rvv.de. Zudem können Stammkunden mit ihrem bestehenden Ticket ganztägig, verbund- und deutschlandweit im Nahverkehr fahren. Für Abos und Job-Tickets gelten die Mitnahmemöglichkeiten von Juni bis August im gesamten Tarifgebiet (Zone 1 bis 10) des Regensburger Verkehrsverbundes. Speziell beim Öko-Abo fällt außerdem die 9 Uhr-Beschränkung in den Aktionsmonaten weg und das Öko-Abo gilt somit ganztägig.

 

 

agilis bereitet sich auf das 9-Euro-Ticket vor: Was gilt es als Fahrgast zu beachten?

Wer heute schon Kunde ist, kann mit dem Ticket für 9 Euro im Aktionszeitraum bares Geld sparen – sozusagen als Treuebonus für Stammpendler. Außerdem ist das 9-Euro-Ticket ein tolles “Schnupper-Angebot” für alle Neupendler und die, die es werden wollen. Das regionale Bahnunternehmen agilis stellt sich deshalb zum Start des 9-Euro-Tickets auf eine erhöhte Nachfrage und deutlich stärker ausgelastete Züge ein. Das erste Wochenende fällt zusätzlich auf den Start der Pfingstferien in Bayern – ein Zeitraum, in dem tendenziell schon immer mit höheren Fahrgastzahlen zu rechnen ist. Um das Reisen mit agilis in dieser Zeit so angenehm wie möglich zu machen, sollten Fahrgäste folgende Hinweise berücksichtigen:

 

Ticketkauf

Seit Montag, dem 23. Mai, können Fahrgäste das 9-Euro-Ticket über alle gängigen Vertriebswege, beispielsweise dem personenbedienten Verkauf, an den Automaten am Bahnsteig und online, erwerben. Bei Fahrgästen mit bestehendem Abonnement wird der Monatsbetrag während des Aktionszeitraums auf 9 Euro reduziert, vertraglich ändert sich ansonsten nichts. Eventuelle räumliche und zeitliche Beschränkungen eines Abos werden aufgehoben, das heißt es kann in diesem Zeitraum bundesweit für beliebig viele Fahrten im ÖPNV und SPNV ohne zeitliche Beschränkung genutzt werden.

 

Hauptverkehrszeiten meiden

Eine Erhöhung der Kapazitäten wird nur sehr eingeschränkt möglich sein. Deshalb ist zu erwarten, dass es auf einigen Strecken auch zu einer hohen Auslastung der Züge kommen kann. Bitte versuchen Sie daher die Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags zu meiden. Außerdem empfiehlt es sich statt in großen Ausflugsgruppen, in Kleingruppen zu reisen.

 

Mitnahme von Fahrrädern

Von der Fahrradmitnahme während der drei Monate wird grundsätzlich abgeraten. Es kann keine Mitnahme garantiert werden und Fahrgäste ohne Fahrrad haben im Zweifel Vorrang. Bitte gestalten Sie daher Ihre Reisezeiten flexibel. Außerdem gilt auch während der Gültigkeitsdauer des 9-Euro-Tickets, dass zusätzlich ein Ticket für das Fahrrad zu erwerben ist. Schwarzfahren kostet 60 Euro – auch in dieser Zeit.

Bei allen Fahrten gilt: Reisende nutzen bitte alle Einstiege, verteilen sich gleichmäßig im Fahrzeug und lassen zuerst andere Fahrgäste aussteigen, bevor sie einsteigen. Es gilt derzeit weiterhin die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske im gesamten ÖPNV in Bayern.

 

Weitere Hinweise und Informationen finden Interessierte unter www.agilis.de/9-euro-ticket.

 

 

RVV Regensburg/dpa/JM/agilis/DB

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