Fr., 30.09.2022 , 10:00 Uhr

Regensburg: Gastronomen sollen auf Heizstrahler verzichten

Die Stadt Regensburg appelliert an die Gastronomie, auf den Einsatz von Heizstrahlern zu verzichten.

In der Pandemie-Zeit wurde die Nutzung dieser sogenannten „Heizpilze“ geduldet, diese Nutzungsmöglichkeit wurde jetzt bis Februar 2023 verlängert. Allerdings: Wenn ein Gastronom einen Heizstrahler verwenden möchte, wird pro Wintersaison ein pauschales Kompensationsentgelt fällig. Die Stadt bittet aber aufgrund der aktuellen Lage darum, sowohl in der Gastronomie als auch privat auf die Heizpilze zu verzichten. Wer in den kalten Monaten draußen sitzen möchte, könne auf Decken und Kissen zurückgreifen.

MF

 

 

Die Pressemitteilung der Stadt

Die Stadt Regensburg hat während der Corona-Pandemie die Nutzung von Heizstrahlern ausnahmsweise geduldet, um für die Gastronomie die mit der Pandemie verbundenen Auswirkungen abzumildern und den mit einer geringeren Ansteckungsgefahr verbundenen Aufenthalt unter freiem Himmel zu fördern. Damit sich die Anschaffungskosten der Heizstrahler amortisieren können, wurde diese Nutzungsmöglichkeit letztmalig bis Februar 2023 verlängert. Um der Klima- und Umweltschädlichkeit von Heizstrahlern Rechnung zu tragen, wurde hierfür pro Wintersaison ein pauschales Kompensationsentgelt in Höhe von 40 Euro pro Heizstrahler erhoben.

Allerdings hat sich die Situation seit der mit dem Krieg in der Ukraine verbundenen Energiekrise gewandelt: Die Beheizung von Außenflächen für relativ wenige Menschen zur bloßen Steigerung der Aufenthaltsqualität erscheint nicht mehr vertretbar.

Aufgrund der sich abzeichnenden Gas- und Strommangel-Lage ruft die Stadt dazu auf, sowohl in der Gastronomie also auch im privaten Bereich freiwillig auf Heizpilze zu verzichten: „In Zeiten der Energiekrise und des intensiven Klimaschutzes ist es überholt, Außenbereiche zu beheizen, während wir uns gerade mit großem Aufwand bemühen, beim Beheizen von Innenräumen Energie zu sparen. Es ist nun mehr denn je angezeigt, Energie einzusparen und die vorhandenen Kapazitäten für die Grundversorgung zu nutzen.“ appelliert Bürgermeister Ludwig Artinger. Wer in den kalten Monaten draußen sitzen möchte, kann auf Decken und Kissen zurückgreifen – diese wärmen ohnehin viel gleichmäßiger und verursachen in der Anwendung keinerlei CO2-Ausstoß.

Die Stadt Regensburg hat die Gastronomie während der Corona-Krise mit vielen Maßnahmen unterstützt, etwa mit der Reduzierung von Sondernutzungsgebühren und der Erweiterung von Freischankflächen. Die befristete Ausnahme von Heizstrahlern war hierbei nur ein kleiner Baustein.
Oberbürgermeisterin Getrud Maltz-Schwarzfischer ist sich sicher, dass alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Gastronomie dazu beitragen werden, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, und insbesondere auf Heizstrahler im Außenbereich verzichten werden: „Momentan wären die Heizstrahler angesichts der Energiekrise unverantwortlich, sodass wir auf die Einsicht und die Solidarität der Regensburgerinnen und Regensburger vertrauen.“

Pressemitteilung Stadt Regensburg

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