Do., 14.03.2019 , 15:40 Uhr

Regensburg: FREIE WÄHLER setzten sich für jüdische Synagoge ein

Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion will die staatlichen Mittel für den Synagogenbau erhöhen und bringt dazu einen entsprechenden Antrag in den Doppelhaushalt 2019/2020 ein. Geht es nach dem Wunsch der Regensburger FREIE WÄHLER-Abgeordneten Kerstin Radler, soll mit dem zusätzlichen Geld die beim Neubau der Regensburger Synagoge entstandene Kostenmehrung gedeckt werden.

„Mit dem Neubau der Synagoge ist für die jüdische Gemeinde in Regensburg ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“, betont die kulturpolitische Fraktionssprecherin und Regensburger Abgeordnete der FREIEN WÄHLER. Die ursprüngliche Synagoge war 1938 in der Reichspogromnacht bereits zum zweiten Mal in der Stadtgeschichte zerstört worden. „Hier ist nicht nur ein neues Gebetshaus geschaffen worden, sondern auch ein Ort der Mahnung und des Gedenkens, der die Erinnerung an die jahrhundertelange Verfolgungsgeschichte der Menschen jüdischen Glaubens auch in unserer Stadt wachhalten soll. Zudem wird die neue Synagoge auch ein Ort der Begegnung für die Stadtgesellschaft sein.“

Deshalb will sich Radler dafür einsetzen, dass der Freistaat die jüdische Gemeinde in Regensburg finanziell unterstützt.

„Eine teilweise Übernahme der entstandenen Mehrkosten wäre ein wichtiges politisches Signal, dass wir das wachsende jüdische Leben in Regensburg unterstützen und mitgestalten möchten“. – Kerstin Radler (FW)

Zudem wäre die Kostenübernahme ein wichtiger Schritt im Prozess der Aufarbeitung und Wiedergutmachung geschehenen Unrechts sowie in eine gemeinsame geschwisterliche Zukunft, so Radler weiter. Die jüdische Gemeinde in Regensburg ist eine der ältesten in ganz Bayern. Ihre neue Synagoge ist erst vor wenigen Wochen eingeweiht worden. Bis heute ist unklar, wie die Mehrkosten beglichen werden können.

Radler betont, dass der Synagogenneubau dem herausragenden Engagement von Ilse Danziger, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Regensburg, sowie der großartigen finanziellen und ideellen Unterstützung der Regensburger Bürgerschaft zu verdanken sei. Ganz besonders gelte das für den Förderverein „Neue Regensburger Synagoge“ unter Vorsitz von Dieter Weber, der sich der Unterstützung des Synagogenneubaus verschrieben hat. „Ich würde mich glücklich schätzen, wenn ihr Engagement auf diesem Weg gewürdigt werden könnte“, so Radler.

 

Pressemitteilung FREIE WÄHLER Landtagsfraktion

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Regensburg / Wiesent: Duo nach Fund von Sprengstoff auf A3 verurteilt Nach dem Sprengstofffund auf der A3 bei Wiesent im Januar sind ein Mann und eine Frau wegen Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt worden. Das Amtsgericht Regensburg verurteilte die Fahrerin zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung, den Mittäter zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.   Urteil vom 22.10.2026 Regensburg: Betrunkener randaliert nach Rauswurf aus Spielhalle 17 Meter lange Schmiererei Gegen 1 Uhr wurde der Mann aus einer Spielhalle in der Von-Seeckt-Straße verwiesen, nachdem er dort randaliert hatte. Anschließend besprühte er die Wand eines nahegelegenen Drogeriemarktes auf rund 17 Metern Länge mit Wörtern und Symbolen. Polizei sucht weitere Geschädigte Danach entfernte sich der Mann mit einem Einkaufswagen. Zeugen hörten laute Geräusche, 22.10.2026 Regensburg: Zwei Fußgänger von Auto erfasst – ein Schwerverletzter Zusammenstoß nahe der Berufsschule Die beiden 18-Jährigen überquerten die Straße im Bereich der Bushaltestelle bei der Berufsschule, als sich ein Audi näherte. Ein junger Mann wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der zweite wurde leicht am Fuß gestreift. Straße drei Stunden gesperrt Am Audi entstand erheblicher Sachschaden. Zur Klärung der 22.10.2026 Regensburg: Brand in Asylunterkunft – Feuerwehr evakuiert Wohnheim Zwei Brände kurz hintereinander Zunächst löschte der Sicherheitsdienst einen brennenden Duschvorhang mit einem Feuerlöscher. Kurz darauf brannte ein Mülleimer in einer Küche im Erdgeschoss. Das Feuer beschädigte auch Wände und Einrichtungsgegenstände. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen und musste mit Hilfe von Polizei und Sicherheitsdienst die Unterkunft evakuieren. Polizei ermittelt wegen Brandlegung Der