Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) und der Universität Regensburg (UR) erhält im Rahmen des Hochschulwettbewerbs im Wissenschaftsjahr 2026 eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Ausgezeichnet wird ein Projekt zur Prothesenversorgung der Zukunft. Die Ergebnisse werden am 11. Juli 2026 im Degginger in Regensburg präsentiert.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was bionische Prothesen im 21. Jahrhundert leisten können und wo ihre Grenzen liegen. Untersucht wird, wie Anwender die Technik wahrnehmen, welche Biosignale aus der Muskulatur zur Steuerung genutzt werden und welche Lernprozesse notwendig sind, um Prothesen im Alltag sicher einzusetzen. Dabei spielt die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine eine zentrale Rolle.
Die öffentliche Ausstellung im Degginger verbindet moderne Medizintechnologie mit künstlerischen und interaktiven Elementen. Besucher können nachvollziehen, wie Muskelaktivität elektrische Signale erzeugt und wie diese eine Prothese steuern. Auch die Bedeutung plastisch-chirurgischer Verfahren sowie physikalische, physiologische und psychologische Aspekte werden verständlich erklärt.
Neben dem technischen Fortschritt thematisiert das Projekt auch persönliche Erfahrungen von Menschen mit Amputationen. Fragen zu Körperbild, Teilhabe und möglicher Stigmatisierung werden bewusst in den öffentlichen Dialog eingebracht.
Beteiligt sind Wissenschaftler aus Medizin, Psychologie und Physik, darunter Professor Dr. Silvan Eisenmann, PD Dr. Marc Rüwe, Luis Sturz, Francisca Horn, Dr. Stephan Giglberger sowie Professor Dr. Frank Schweda. Das Hochschulzentrum für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am UKR steht unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Lukas Prantl.
UKR / SP