In Regensburg ist es am Donnerstag, 7. Mai 2026, zu einem versuchten Betrug durch einen sogenannten Schockanruf gekommen. Eine über 80-jährige Frau wurde Ziel der perfiden Masche. Ein 29-jähriger Tatverdächtiger konnte noch am selben Tag festgenommen werden und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt.
Am Vormittag erhielt die Seniorin einen Telefonanruf. Am anderen Ende der Leitung wurde ihr mitgeteilt, ihre Tochter habe angeblich einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Haft zu vermeiden, sei eine Kaution nötig.
Am frühen Nachmittag erschien ein 29-jähriger Mann an der Wohnadresse der Frau, um das vereinbarte Geld abzuholen. Der Tatverdächtige klingelte an der Haustür – dort klickten schließlich die Handschellen.
Am Freitag, 7. Mai 2026, wurde der Mann einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl.
Der 29-Jährige befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Polizei weist ausdrücklich auf die Gefahr solcher Anrufe hin. So würden „seriöse Behörden“ keine Kaution am Telefon fordern – und auch keine Angehörigen unter der Androhung von Haft kontaktieren. Wenn man einen solchen Anruf erhalte, solle man auflegen und sich sofort an die echte Polizei wenden.
Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberpfalz / MF