Do., 28.11.2024 , 15:57 Uhr

Regensburg: Experten diskutieren die Risiken von Sportwetten bei Präventionsaktion

Am vergangenen Sonntag, beim Heimspiel des SSV Jahn Regensburg gegen den 1. FC Magdeburg, stand nicht nur der Fußball im Mittelpunkt. Im Rahmen des Präventionsspieltages wurde gemeinsam mit der Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme und dem Fanprojekt Regensburg (Kontakt e.V.) das Thema Glücksspielsucht und Sportwetten ausführlich behandelt. Zahlreiche Fans und Stadionbesucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Risiken von Sportwetten zu informieren und mehr über mögliche Hilfsangebote zu erfahren.

Glücksspiel als unterschätzte Gefahr

Die Glücksspielsucht hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, besonders seit der Legalisierung von Online-Glücksspielen und Sportwetten im Jahr 2021. Laut Karolina Zahnweh, Suchttherapeutin bei der Caritas Fachambulanz, betrifft die Sucht Menschen aller Altersgruppen – vom Rentner über den Studenten bis hin zur Hausfrau. Die größte Betroffenengruppe stellen jedoch männliche Spieler zwischen 20 und 40 Jahren dar. Besonders Online-Sportwetten haben in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen und verdrängen zunehmend das klassische Automatenspiel.

Die Folgen sind oft gravierend: Kontrollverlust, hohe Verschuldung und massiver Leidensdruck sind nur einige der Auswirkungen der Glücksspielsucht. Zahnweh warnt zudem, dass diese Suchtform von allen Suchterkrankungen die höchste Suizidrate aufweist, da sie schnell existenzielle Krisen verursachen kann.

Prävention und Hilfsangebote im Stadion

Am Stadiongelände des SSV Jahn Regensburg standen zwei Präventionsstände, an denen Experten der Caritas und Mitglieder des Betroffenenbeirats „Stimme der SpielerInnen e.V.“ über die Risiken von Glücksspiel informierten. Darüber hinaus wurden individuelle Beratungsangebote vorgestellt, die den Betroffenen helfen sollen, einen Weg aus der Sucht zu finden.

Die Caritas Fachambulanz bietet ein breites Hilfsangebot, das von Erstberatung bis zur ambulanten Rehabilitation reicht. Ziel ist es, den Betroffenen zu helfen, therapeutische Erkenntnisse direkt im Alltag umzusetzen. Die erste Beratung konzentriert sich auf Aufklärung und Schadensbegrenzung, um den Betroffenen zu zeigen, wie sie ihre Situation stabilisieren können.

Unterstützung durch die Caritas

Der Caritas Suchthilfeverbund Ostbayern umfasst insgesamt zwölf Fachambulanzen für Suchtprobleme. Hier finden nicht nur Betroffene Unterstützung, sondern auch deren Angehörige sowie Interessierte, die sich über Konsum- und Suchtprobleme informieren möchten. Der Fachbereich begegnet den Ratsuchenden dabei stets mit Professionalität und Menschlichkeit.

Die Caritas Fachambulanz für Suchtprobleme in Regensburg ist unter der Adresse Hemauerstraße 10c zu finden. Weitere Informationen über die Angebote der Ambulanz und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Website www.suchtambulanz-regensburg.de verfügbar.

Zusatzinformation

Die Fachambulanz für Suchtprobleme des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg bietet neben der direkten Unterstützung auch externe Suchtberatung in der JVA Regensburg sowie Streetwork an. Jährlich suchen über 1400 Ratsuchende die ambulanten Hilfsangebote in Regensburg auf.

 

Caritas Regensburg / TK

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