Sa., 15.01.2022 , 18:41 Uhr

Regensburg: Erneut Versammlungen in der Innenstadt - Gegendemonstranten werfen Eier und Tomaten

Heute (15. Januar) sind in Regensburg wieder zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen. Gegen einige davon wird jetzt ermittelt - einmal wegen eines versuchten Körperverletzungsdelikts und einmal wegen des Verstoßes nach dem Sprengstoffgesetz.

Die Polizeiinspektion Regensburg Süd hat die angemeldeten Versammlungen betreut. Unter dem Motto „Gegen Verschwörungsideologien und Rechte“ haben sich rund 150 Personen am Neupfarrplatz versammelt. Diese Demonstration verlief ohne Störungen.

Direkt danach fand ein Demonstrationszug unter dem Motto „Coronamaßnahmen, Spaltung der Gesellschaft, Impfpflicht“ statt. Er ist am Domplatz gestartet und ging einmal um die Altstadt herum. Rund 2.500 Personen nahmen daran teil. Dabei wurde der Mindestabstand größtenteils eingehalten, die Polizei musste nicht eingreifen.

Auch rund 350 Gegendemonstranten haben sich am Domplatz eingefunden. Von ihrer Seite kam es zu Eier- und Tomatenwürfen.

 

Die Mitteilung der Polizei:

Am Samstag, 15.01.2022, wurden in der Regensburger Innenstadt zwei angemeldete Versammlungen abgehalten, welche durch die Polizeiinspektion Regenburg Süd mit Unterstützungskräften polizeilich betreut wurden. Im Zeitraum von 14:30 Uhr bis 15:00 Uhr fand eine stationäre Versammlung am Neupfarrplatz unter dem Motto „Gegen Verschwörungsideologien und Rechte“ statt. Hieran nahmen in der Spitze ca. 150 Personen teil. Es kam zu keinen Störungen.

Im Zeitraum von 15:00 Uhr bis 17:30 Uhr wurde ein Demonstrationszug unter dem Motto „Coronamaßnahmen, Spaltung der Gesellschaft, Impfpflicht“ abgehalten.

Die Versammlung startete am Domplatz und ging einmal um die Altstadt herum. Hieran nahmen in der Spitze ca. 2500 Personen teil. Auf den vorgeschriebenen Mindestabstand wurde seitens der Polizei mit Durchsagen und Laufschriften hingewiesen. Darüber hinaus kamen Kommunikationsbeamte zum Einsatz. Im Ergebnis war kein polizeiliches Einschreiten hinsichtlich der Einhaltung des Mindestabstandes erforderlich.

Im östlichen Bereich des Domplatzes fanden sich ca. 350 Gegendemonstranten zur angemeldeten Versammlung ein.

Im Rahmen des Versammlungszugs kam es seitens von Gegendemonstranten zu Eier- und Tomatenwürfen. Aufgrund dessen wurden Ermittlungen wegen eines versuchten Körperverletzungsdelikts eingeleitet. Im Bereich der Versammlungsteilnehmer wurde ein Verstoß durch Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen festgestellt. Auch hier wird gegen den Tatverdächtigen wegen eines Verstoßes nach dem Sprengstoffgesetz durch die Polizeiinspektion Regensburg Süd ermittelt.

Im weiteren Verlauf wurde mehrfach versucht, den Aufzug durch Blockadeaktionen zu stören, was durch die Einsatzkräfte unterbunden werden konnte.

PM

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