Do., 13.03.2025 , 12:46 Uhr

Regensburg: Erfolgreicher Warnstreikauftakt – über 250 Beschäftigte legen Arbeit nieder

Am Mittwoch, 12. März 2025, startete in Regensburg ein drei Tage andauernder Warnstreik der Gewerkschaft ver.di im öffentlichen Dienst. Betroffen waren das Amt für Kreislaufwirtschaft, Stadtreinigung und Flottenmanagement (Amt 70) sowie die Bauhöfe Ost, West und Nord. Über 250 Beschäftigte beteiligten sich am Arbeitskampf, rund 80 von ihnen versammelten sich zur Warnstreikkundgebung vor dem Wertstoffhof Regensburg.

„Das ist ein klares Signal an die Arbeitgeberseite. Die Beschäftigten erwarten endlich ein verhandlungsfähiges Angebot!“, erklärte Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di Bezirk Oberpfalz. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeber die Forderungen nach mehr Lohn, besseren Arbeitsbedingungen und zusätzlichen freien Tagen bislang ablehnen.

Auswirkungen: Müllentsorgung in Regensburg lahmgelegt

Bereits am ersten Streiktag gab es spürbare Auswirkungen: Der Wertstoffhof blieb ganztags geschlossen, und die städtische Müllentsorgung fiel aus.

Streik geht weiter – Großkundgebung in Nürnberg

Am Donnerstag, 13. März, fahren die Warnstreikenden mit weiteren Beschäftigten aus der Oberpfalz zur zentralen Kundgebung nach Nürnberg. Statt der ursprünglich geplanten 9 Busse sind nun 16 Busse mit rund 700 Beschäftigten unterwegs. Zusätzlich legen zahlreiche weitere Beschäftigte in der Region die Arbeit nieder, sodass ver.di mit über 800 Streikenden rechnet.

Ausweitung des Streiks auf viele Bereiche

Vom Streik betroffen sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes, darunter:

  • Bundesdienststellen (z. B. Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung)
  • Agenturen für Arbeit und Jobcenter
  • Kommunale Einrichtungen (Müllabfuhr, Bauhöfe, Stadtwerke)
  • Krankenhäuser, Altenpflege, Sozial- und Erziehungsdienst

Ver.di fordert deutliche Gehaltserhöhungen

In der aktuellen Tarifrunde fordert ver.di für die Beschäftigten des Bundes und der Kommunen:

  • 8 % mehr Gehalt, mindestens jedoch 350 Euro monatlich
  • 200 Euro mehr für Auszubildende und Praktikanten
  • Drei zusätzliche freie Tage
  • Einführung eines „Meine-Zeit-Kontos“ für mehr Flexibilität

Ver.di-Geschäftsführer Gröbner appellierte an die Arbeitgeber, den Tarifkonflikt durch ein verhandlungsfähiges Angebot schnell zu lösen.

Verdi / SP

Das könnte Dich auch interessieren

21.09.2026 Bahn-Sanierung zwischen Obertraubling und Passau im Plan Die Sanierung der Bahnstrecke von Obertraubling (Landkreis Regensburg) nach Passau verläuft nach Angaben der Deutschen Bahn planmäßig. Reisende könnten nun wieder mit dem Regionalexpress 3 täglich zwischen München und Plattling unterwegs sein – und zwar stündlich. Auch die RB 33 zwischen München und Landshut fahre wieder regulär. Zwischen Plattling und Passau wird der Zugverkehr allerdings 21.09.2026 Regensburg: Smartphones für Obdachlose und Bedürftige Ob Anträge ausfüllen, Unwetterwarnungen oder den Kontakt zur Familie halten – Handys sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Oft hinterlässt man ganz selbstverständlich seine Handynummer oder Emailadresse bei Ärzten, Ämtern und Co. Auch obdach- und wohnungslose Menschen müssen an dieser „digitalen Welt“ teilhaben. Deshalb ruft die Caritas Regensburg zur Handysammelaktion „Second Handy“ auf. Seit drei 21.09.2026 Zeitlarn: Fußballspiel der Kinder zu laut – Nachbarschaftsstreit eskaliert Ein Streit über die Lautstärke spielender Nachbarskinder ist am Sonntagabend in Zeitlarn im Landkreis Regensburg eskaliert. 21.09.2026 Barbing: Drei Menschen bei Unfall an Kreuzung leicht verletzt Bei einem Verkehrsunfall bei Barbing sind am Sonntagabend drei Menschen leicht verletzt worden.