Fr., 30.08.2024 , 08:24 Uhr

Regensburg: Erfolgreiche Zertifizierung des Hauses der Bayerischen Geschichte als Passivhaus

Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht und wurde als erstes Museum des Freistaates Bayern als Passivhaus zertifiziert. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter überreichte feierlich das Zertifikat an den Direktor des Museums, Dr. Richard Loibl. Diese Auszeichnung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem ökologischen, energieeffizienten und klimafreundlichen Museumsbetrieb.

Ein visionäres Projekt wird Realität

Seit den ersten Planungen im Jahr 2011 war es das Ziel, für den Betrieb des neuen Museumsgebäudes in Regensburg innovative Lösungen zur Nutzung von Energie und Wärme zu finden. Das Haus der Bayerischen Geschichte sollte nicht nur ein Museum sein, sondern auch ein Modellprojekt für nachhaltiges Bauen in Bayern. 2013 wurde es offiziell zum Pilotprojekt des Passivhausbaus erklärt. Mit seiner Eröffnung im Juni 2019 und der nun erfolgten Zertifizierung ist das Museum weltweit das flächenmäßig größte als Passivhaus zertifizierte Museum.

Energieversorgung aus Abwasser – ein innovatives Konzept

Das Museum benötigt weder Gas noch Öl. Stattdessen wird die Energie zur Wärme- und Kälteversorgung aus dem Abwasser der Stadt Regensburg gewonnen. Diese innovative Lösung wurde durch eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Regensburg ermöglicht, die eine hochmoderne Energiezentrale bereitstellt.

Bayerns Bauminister und Kunstminister über die Bedeutung des Projekts

Bauminister Christian Bernreiter betonte die Bedeutung des Projekts: „Energiebewusstes Planen und Bauen im staatlichen Hochbau ist ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele. Der Passivhausstandard ist dabei nicht nur aus technischer Sicht ein Erfolg, sondern auch ein wirtschaftlicher Gewinn für den Betrieb.“

Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume hob die Rolle des Hauses der Bayerischen Geschichte als Vorzeigeprojekt hervor: „Das Museum vereint die Geschichte und Zukunft Bayerns. Es ist ein Symbol für die Fortschrittlichkeit und den Pioniergeist, die tief in der bayerischen Identität verwurzelt sind.“

Nachhaltigkeit auch in der Ausstellungstechnik

Das Haus der Bayerischen Geschichte setzt auch in der Ausstellungstechnik auf Nachhaltigkeit. Die aktuelle Bayernausstellung „Ois anders: Großprojekte in Bayern 1945-2022“ verwendet ausschließlich wiederverwendbare Elemente. Zudem wird eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Museums geplant, um die Energieautarkie weiter zu steigern.

Ein Musterbeispiel für klimagerechtes Bauen

Mit der erfolgreichen Zertifizierung als Passivhaus setzt das Haus der Bayerischen Geschichte neue Maßstäbe für energieeffizientes Bauen im Kulturbereich und dient als Blaupause für zukünftige Projekte. Die Bayerische Staatsregierung wird auch weiterhin hohe Energiestandards für staatliche Bauten fördern, um beim klimagerechten Bauen Vorbild zu sein.

 

Haus der Bayerischen Geschichte / TR

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