Fr., 08.01.2016 , 09:14 Uhr

Regensburg: Einbrüche im Sommer 2015 - Mann verhaftet

Der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg gelang es, eine Einbruchsserie aufzuklären, die die Stadt im Juni und Juli 2015 beschäftigte. Ein 41-jähriger Mann, der als Verdächtiger für die Einbrüche in Betracht kommt, konnte festgenommen werden.

Zwischen dem 30.06. und dem 16.07.2015 ereigneten sich zahlreiche Einbrüche in Arztpraxen und Büros in Regensburg. 42 Einbruchsfälle zählte die Polizei schließlich der Serie zu – neben 24 vollendeten auch 18 versuchte Taten.

Der „modus operandi“, im Polizeijargon also die Vorgehensweise des Einbrechers, war bei all diesen Taten derselbe: immer hebelte der Täter die Türen der Objekte auf, durchsuchte diese und entwendete hieraus schließlich hauptsächlich Bargeld oder auch Elektrogeräte. Auch ganze Tresore ließ er mitgehen, öffnete sie gewaltsam und entsorgte sie später. So erbeutete der Einbrecher Geld und Elektrogeräte im Wert von knapp 20.000,- € und verursachte einen Sachschaden von über 50.000,- €.

Das Kommissariat 2 der Regensburger Kripo führte daraufhin in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg ein äußerst umfangreiches und arbeitsintensives Ermittlungsverfahren. Über Monate wurden die zahlreichen gesicherten Tatortspuren ausgewertet, Zeugen vernommen und anderen Spuren nachgegangen.

Als am 14.07.2015 in der Donau bei Kelheim Tresore aufgefunden wurden, zogen die Beamten der PI Kelheim rasch Schlüsse zu der Regensburger Einbruchsserie und informierten ihre Oberpfälzer Kollegen hierüber. Polizeitaucher bargen die Tresore, Spezialisten sicherten hieran Spuren.

Wie sich nun herausstellte, lohnte sich der Ermittlungsaufwand: durch das Zusammensetzen der einzelnen Mosaikstücke kamen die Ermittler schließlich auf die Spur eines 41-jährigen Kochs, der bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten polizeilich in Erscheinung trat und zwischenzeitlich in Berlin untergetaucht war. Ende August klickten für ihn in der Bundeshauptstadt die Handschellen.

Einmal mehr zeigte sich hier, wie wichtig für die Polizei Zeugenhinweise aus der Bevölkerung sind. In einem der Fälle beobachtete ein Zeuge, wie der Einbrecher in einen Pkw stieg und flüchtete. Der Zeuge meldete seine Beobachtung an die Polizei. Dies lieferte einen wichtigen Baustein, der zur Festnahme des Tatverdächtigen führte. Das Polizeipräsidium Oberpfalz appelliert daher an die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen über die Notrufnummer 110 an die Polizei zu melden. Selbst unwichtig erscheinende Mitteilungen können sich oftmals zu entscheidenden Hinweisen entwickeln.

Gegen den mutmaßlichen Einbrecher wurde Haftbefehl wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchdiebstahls erlassen, er befindet sich seither in Untersuchungshaft.

PM/MF

Das könnte Dich auch interessieren

22.10.2026 Politik: Klingbeil lehnt Änderung des Finanzausgleichs ab Finanzminister Lars Klingbeil hält nichts davon, Länder mit AfD- oder Linke-Regierung vom Länderfinanzausgleich abzuschneiden. Das sagte der SPD-Chef in Berlin.   Klingbeil lehnt Konsequenzen für Länder ab «Ich habe Probleme damit, Ländern zu sagen, ihr habt aus unserer Sicht falsch gewählt und deswegen gibt es Konsequenzen», sagte Klingbeil in Berlin. Sollten sich Landesregierungen nicht an 22.10.2026 Niederbayern: Vermehrte Anrufe von Telefonbetrügern im Bereich Passau, Landshut und Straubing Seit heute Mittag verzeichnet die Einsatzzentrale des PP Niederbayern insbesondere im Raum Passau, Landshut und Straubing sog. „Schockanrufe“. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Teile Niederbayerns im Laufe des Tages von den Anrufen betroffen sein könnten. Mit „Schockanrufen“ versuchen sie die Angerufenen zur Herausgabe von Bargeld und Wertsachen zu bringen. Sie geben z. B. unter 22.10.2026 Regensburg / Wiesent: Duo nach Fund von Sprengstoff auf A3 verurteilt Nach dem Sprengstofffund auf der A3 bei Wiesent im Januar sind ein Mann und eine Frau wegen Vorbereitung einer Geldautomatensprengung verurteilt worden. Das Amtsgericht Regensburg verurteilte die Fahrerin zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung, den Mittäter zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.   Urteil vom 22.10.2026 Halloween im KELDORADO