Di., 16.05.2017 , 15:06 Uhr

Regensburg: CSB fordert Bierpreisbremse

Nachdem ein ähnlicher Vorschlag bereits in München im Gespräch war – und nach wie vor diskutiert wird, haben nun auch die Regensburger Christlich-Sozialen Bürger (CSB) eine sogenannte Bierpreisbremse vorgeschlagen. Vor allem im Zusammenhang mit dem geltenden Mindestlohn hält Stadtrat Christian Janele den aktuellen Bierpreis auf der Dult für zu teuer.

Die ganze Meldung der CSB:

9,40 bzw. 9,45 Euro müssen die Besucher für eine Maß Bier jetzt hinlegen: „Viel zu teuer,“ findet der Stadtrat und Vorsitzende der Wählergemeinschaft Christlich-Soziale Bürger (CSB). Nicht weil er und seine Familie diese Anhebung nicht verkraften könne, Janele denkt an die Dult-Besucher, für die „dieser Preisanstieg nicht mehr bezahlbar ist.“ Ein Grund, weshalb ein Besuch des Volksfests für viele Familien kaum mehr möglich werde, zumal auch die Preise für die Fahrgeschäfte „ebenfalls nicht gerade günstig ausfallen.“

Die Nachfrage des CSB-Stadtrats beim Ordnungsamt ergab, dass die Stadt den Wirten die Regelung der Preise für die Maß Bier überlässt. Und die argumentierten mit zusätzlichen Investitionen, die sie bisher für die Sicherheit ihrer Gäste ausgegeben hätten. Dagegen wurden die Pachtpreise, die die Stadt von Bierzelt- und Standlbetreibern verlangt, in den letzten drei, vier Jahre nicht angehoben. Die fürs Bier schon: 2014 kostete die Maß 8,10Euro, 2015 und 2016 8,85 Euro. Schon das sei „sehr viel Geld,“ findet Janele und zieht als Vergleich den Mindestlohn von 8,84 Euro heran.

Er lobt in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung, die für den höheren Sicherheitsaufwand mehr Mitarbeiter für Wachen und Einlasskontrollen benötigt sowie Betonpoller an den Eingangsbereichen zusätzlich rund 100.000 Euro ausgeben musste. Wenn deshalb die Pacht künftig erhöht werden müsse, könne das jeder nachvollziehen, nicht aber die Erhöhung des Bierpreises durch die Wirte, die in der Regel alle zwei Jahre erfolge.

Auch deren Argument, die Erhöhung liege im Vergleich zu anderen Festen im Freistaat im Rahmen, will Christian Janele nicht gelten lassen und fordert eine „Bierpreisbremse, damit sich jeder die Dult samt Essen und Trinken leisten kann.“ Schließlich handle es sich dabei um ein Volksfest, „und das ist ein Fest, bei dem sich alle Bürger amüsieren sollen.“ Für die Kostenregelung hat der CSB-Stadtrat bereits feste Vorstellungen: Die Erhöhung des Preises für die Maß solle an die der Pacht bzw. Standmiete gekoppelt werden: Wenn die Stadt die Gebühren für die Bierzelte und Standln erhöht, dürfe auch der Bierpreis im selben Verhältnis angehoben werden. Nicht aber bei der Herbstdult oder im nächsten Jahr, dafür müsse die aktuelle Teuerung gelten.

 

Pressemitteilung/MF

Das könnte Dich auch interessieren

02.03.2026 Landkreis Regensburg: U18-Wahl mit digitalem Pilotprojekt erzielt hohe Beteiligung Der Landkreis Regensburg erzielte bei der erstmals auch digital durchgeführten U18-Wahl mit 1.247 abgegebenen Stimmen und einer Wahlbeteiligung von 17,40 Prozent ein über dem bayernweiten Durchschnitt liegendes Ergebnis und setzte damit ein Zeichen für moderne Jugendbeteiligung. 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 22.10.2025 Regensburg/Berlin: Folgt Friedrich Merz der Einladung von Peter Aumer in die Domstadt? Seit vergangener Woche erntet Bundeskanzler Friedrich Merz ordentlich Kritik, wegen einer Aussage zur Migrationspolitik. Bundestagsabgeordneter Peter Aumer reagiert darauf mit einem offenen Brief und einer Einladung nach Regensburg. 23.09.2025 Franz Josef Strauß soll in die Walhalla aufgenommen werden Die Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf könnte bald um eine prominente Persönlichkeit erweitert werden: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (1915–1988) soll dort eine Büste erhalten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Rede im Kloster Banz an.