Do., 11.02.2021 , 13:11 Uhr

Regensburg: Caritas-Krankenhaus St. Josef wird Regionales Traumazentrum

Die Klinik für Unfallchirurgie am Caritas-Krankenhaus St. Josef ist zum „Regionalen Traumazentrum“ nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) ernannt worden. Zudem hat die Fachgesellschaft die Auszeichnung als „AltersTraumaZentrum“ in einer Re-Zertifizierung bestätigt.

 

 

„Bislang waren wir als lokales Traumazentrum eingestuft und freuen uns sehr über die Aufstufung“, sagt Prof. Dr. Johannes Zellner, der Direktor der Klinik für Unfallchirurgie am Caritas-Krankenhaus St. Josef. Die Initiative Trauma-Netzwerk der DGU gliedert die Krankenhäuser in lokale, regionale und überregionale Traumazentren. Diese Einteilung bildet die Entscheidungsgrundlage für Rettungsdienste, in welche Klinik sie Unfallopfer gemäß ihrem Verletzungsbild bringen.

Freuen sich gemeinsam über die beiden Auszeichnungen: Geschäftsführer Dr. Thomas Koch mit Klinikdirektor Prof. Dr. Johannes Zellner (r.) und den Oberärzten Ulrike Markert sowie Dr. Michael Galler.

 

„Wir haben uns in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie, Anästhesie, Notaufnahme und anderen assoziierten Fachrichtungen am Haus noch weiter verbessert, unsere Prozesse und Strukturen angepasst und somit auch eine zunehmende Anzahl schwer- und mehrfachverletzter Patienten behandelt. Diese Bemühungen hat die DGU mit der Auszeichnung als Regionales Traumazentrum nun belohnt“, berichtet Prof. Zellner. Um als solches zertifiziert zu werden, müssen klar festgelegte strukturelle, organisatorische und personelle Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu gehört eine ausgewiesene Fachqualität ebenso wie das Vorhandensein definierter Fachabteilungen in einer Klinik sowie eine entsprechende Anzahl von Fachärzten und Pflegepersonal. Auch die medizinisch-technische Ausstattung muss an die speziellen Bedürfnisse von Schwerverletzten angepasst sein.

 

„Mit dem Siegel als „Regionales Traumazentrum“ bescheinigt uns die DGU die notwendigen, hohen Standards und die Qualität in der Behandlung von Schwerverletzten“, so der Chefarzt. „Unsere Klinik hat damit einen festen Platz in der akuttraumatologischen Versorgung von Unfallopfern in Regensburg und im Trauma-Netzwerk Ostbayern.“

 

Dass sich auch ältere Menschen auf die Unfallchirurgie im Josefskrankenhaus verlassen können, zeigt die erneute Auszeichnung als AltersTraumaZentrum in Form einer Re-Zertifizierung. 2014 wurde die Klinik als erste Klinik Deutschlands mit dem Zertifikat der DGU ausgezeichnet. „Unabhängige Experten bestätigen uns damit erneut höchste Qualität und Sicherheit in der traumatologischen Versorgung älterer Menschen“, sagt Prof. Zellner. Als Direktor der Klinik für Unfallchirurgie ist er auch verantwortlich für CURA – Caritas Unfallmedizin Regensburg – Alterstraumatologie. Diese besonders ausgestattete Station orientiert sich speziell an den Bedürfnissen älterer Patienten mit Knochenbrüchen oder anderen Verletzungen. „Ältere Menschen haben häufig Begleiterkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Bluthochdruck, daher muss die Behandlung ganzheitlich und fachübergreifend erfolgen“, so der Chefarzt. Ein Team aus Unfallchirurgen, Altersmedizinern, Pflegekräften und Rehabilitationsspezialisten arbeitet dort Hand in Hand, um die Patienten möglichst schnell zurück in die vertraute Umgebung, zurück ins Leben zu bringen. Genau diese enge, fachübergreifende Zusammenarbeit ist Grundvoraussetzung, die Zertifizierung zum „AltersTraumaZentrum“ zu bestehen.

Die beiden Zertifikate haben jeweils drei Jahre Gültigkeit, danach stehen erneut Re-Zertifizierungen an. Die DGU setzt hohe Standards und legt Wert darauf, dass diese konstant eingehalten und weiter ausgebaut werden. „Bei den Re-Zertifizierungen wird deshalb nicht nur geprüft, ob die Grundvoraussetzungen auch noch nach Jahren erfüllt werden, sondern auch, ob man sich weiterentwickelt hat“, erklärt Prof. Zellner. „Damit stehen unsere Prozesse immer wieder auf dem Prüfstand und auch wir selbst hinterfragen unsere Abläufe immer wieder.“ Davon profitieren auch die Patienten wie der Chefarzt sagt: „Nur, wer an sich arbeitet, kann immer besser werden. Die Zertifizierungen sind damit ein erkennbares Aushängeschild unserer Klinik für die Patienten.“

Pressemitteilung Caritas-Krankenhaus St. Josef

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