Egal ob nach einem Sturz oder bei einem medizinischen Notfall: Der Hausnotruf des BRK stellt die Verbindung zur Notrufzentrale her. Diese ist mit den wichtigsten Informationen wie Standort, Vorerkrankungen oder Medikamenten der jeweiligen Person vertraut. Je nach Situation werden Angehörige, Nachbarn oder Vertrauenspersonen informiert. Bei Bedarf kommt der eigene Hausnotruf-Einsatzdienst des BRK oder im Notfall der Rettungsdienst.
Entgegen häufiger Annahmen ist der Hausnotruf keine reine Seniorenleistung. Laut BRK hat rund jeder zweite Hausnotruf-Kunde keinen Pflegegrad. Viele entscheiden sich für das System, weil sie allein leben und im Ernstfall schnell Hilfe brauchen – ein Aspekt, der unabhängig vom Alter zählt. Der Gedanke dahinter: Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Ein wichtiger Vorteil des BRK-Hausnotrufs liegt in der Entlastung der Angehörigen. Diese wissen, dass im Ernstfall schnell reagiert wird, auch wenn sie selbst nicht erreichbar sind. Das System wird dabei oft erst nach einem kritischen Erlebnis angeschafft – dabei könnte es schon vorher zum echten Schutzengel im Alltag werden.
Insgesamt sechs Hausnotruf-Zentralen in Bayern koordinieren die Einsätze. Abhängig vom gemeldeten Fall kann das BRK über einen hinterlegten Schlüssel Zugang zur Wohnung erhalten, Angehörige informieren oder den Rettungsdienst alarmieren. Besteht ein Pflegegrad, ist eine Bezuschussung durch die Pflegekasse möglich.
BRK Kreisverband Regensburg / TR