Do., 25.07.2019 , 16:38 Uhr

Regensburg: Brand in der Innenstadt gelöscht - Feuer wohl fahrlässig verursacht

Der Brand in der Regensburger Innenstadt am Donnerstag ist wohl durch Arbeiten an der Außenfassade des Gebäudes ausgelöst worden. Laut Polizei soll am Nachmittag ein 42-Jähriger mit der Flex am Gebäude gearbeitet haben. Dadurch soll der Efeu an der Fassade Feuer gefangen haben, der Brand hat sich dann auf den Dachstuhl ausgebreitet. Dem Mann wird fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Der Schaden könnte sich nach ersten Schätzungen im Bereich einer halben Million Euro bewegen. Zwei Polizisten und zwei Feuerwehrleute haben gestern aufgrund der Rauchentwicklung leichte Verletzungen davongetragen.

Zwischen Bismarckplatz und Gesandtanstraße waren teilweise Sperrungen nötig, damit die Einsatzkräfte vernünftig anrücken konnten- und aufgrund des dicken Rauchs, der aus dem Gebäude kam.

Erst gegen 4:30 Uhr waren alle Glutnester gelöscht und der Einsatz beendet.

Insgesamt waren fast alle Mitarbeiter der Regensburger Berufsfeuerwehr, sowie alle Einheiten der freiwilligen Feuerwehren der Stadt Regensburg im Einsatz. Hinzu kam noch technisches Equipment von anderen Feuerwehren/dem THW. Die Belastung für die Einsatzkräfte war laut Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr aufgrund der großen Hitze enorm- und es war nicht der einzige Einsatz gestern.

Insgesamt wurden die Brandbekämpfer zwischen 16:00 und 24:00 Uhr noch zu 11 weiteren Einsätzen gerufen.

Regensburg: Brand in der Innenstadt wohl fahrlässig verursacht

 

Der zweite Pressebericht der Polizei:

Am Donnerstag, 25.07.2019, in den Nachmittagsstunden, wurde der Brand einer Hausfassade in der Regensburger Altstadt gemeldet. Nach dem derzeitigen Stand der polizeilichen Ermittlungen handelt sich um fahrlässige Brandstiftung. Der Brand wurde ausgelöst durch Bauarbeiten eines 42-jährigen Mannes. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führt die Ermittlungen.

Der Brand an der Hausfassade löste einen Großeinsatz der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg und der Polizeiinspektion Regensburg Süd aus. Gegen 16.00 Uhr ging die Mitteilung zu diesem Brand in der Steinergasse ein. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren bis tief in die Nacht mit Lösch- und Sicherungsarbeiten beschäftigt. Heute Morgen übernahm die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die Ermittlungen und führte eine Brandortbegehung durch.

Die ersten Ermittlungen ergaben, dass Flexarbeiten an der Außenfassade des Gebäudes durchgeführten worden waren. Ein dort angebrachtes Metallgitter sollte durch den Einsatz eines Flexgerätes entfernt werden. Die Efeubepflanzung am Gitter fing daraufhin Feuer, welches sich in Windeseile über diese Kletterpflanze nach oben bis in den Dachstuhl ausbreitete. 

Es ist von einem hohen Gebäudeschaden auszugehen. Dieser wird, nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen, auf etwa 500.000 Euro geschätzt Das Anwesen kann derzeit nicht betreten werden. Die Bewohner  wurden zwischenzeitlich anderweitig untergebracht. Statiker werden in den nächsten Tagen zur Brandörtlichkeit hinzugezogen.

Anwohner und die Bewohner selbst wurden bei diesem Ereignis nicht verletzt. Vier Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Sie mussten sich kurzzeitig in ärztliche Behandlung begeben.

Video: Brand in der Innenstadt

Der Einsatzbericht der Berufsfeuerwehr (26. Juli)

Am gestrigen Donnerstag wurde die Berufsfeuerwehr Regensburg zu einem Brand im Freien  an einer Fassade alarmiert. Dies war der Beginn eines Einsatzes, den die gesamt Feuerwehr  Regensburg bis  in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages beschäftigten sollte und der Auftakt einer Alarmierungsserie im gesamten Stadtgebiet war, an der alle Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt beteiligt waren.

Der Brand des Efeubewuchses an einer Fassade eines Altstadtgebäudes hatte bis zum Eintreffen der Feuerwehr bereits auf den Dachstuhl übergegriffen und es quoll dicker Rauch unter dem Blechdach hervor, das sich über zwei ausgebaute Dachgeschosse (Grundfläche über 100 m2) erstreckt. Neben dieser extrem ungünstigen baulichen Situation , kam noch dazu, dass das Gebäude lediglich von einer Seite mit der Drehleiter anfahrbar ist.

Es war sofort klar, dass dieser Einsatz extrem zeitaufwendig werden wird und ein massiver Personal- und Materialeinsatz notwendig werden wird, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Häuser zu unterbinden.

Es wurde eine zweite Drehleiter in Einsatz gebracht, eine Wachbesetzung mit Personal  von der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr organisiert, weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr an die Einsatzstelle alarmiert und weitere Kettensägen und Trennschleifer, sowie den Atemschutzcontainer an die Einsatzstelle alarmiert. Im Folgenden wurde das Blechdach Stück für Stück von innen und von außen geöffnet und der Brand im Dachstuhl bekämpft. Dabei waren teilweise 5 Trupps gleichzeitig im Innen - und Außenangriff tätig. Nachdem  der Dachstuhl vollständig geöffnet war, das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte und die letzten Glutnester abgelöscht waren, konnte der Einsatz in der Früh um 04:30 Uhr beendet werden.

Der enorme Personal- und Materialeinsatz machte es notwendig, dass wirklich alle Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr und alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Regensburg alarmiert wurde und zum Einsatz kamen. Atemschutzgeräte und anderes Material wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Neutraubling und Deggendorf, von Infineon und BMW, sowie dem THW zur Verfügung gestellt.

Die Belastung für alle Einsatzkräfte war wegen der großen Hitze enorm und gerade auf die Getränkeversorgung musste viel Wert gelegt werden

Neben diesem Dachstuhlbrand kamen in der Zeit von 16:00 Uhr bis 24:00 Uhr noch 11 weiter Einsätze hinzu, bei denen die Einsatzkräfte von  Kleinbrände, über Wohnungsöffnungen und ausgelöste Brandmeldeanalgen bis zum Gasgeruch gefordert wurde. Außerdem kam  es noch am Nachmittag zu einem Wohnungsbrand in der Dr. Held-Straße, wo es beim Eintreffen der Feuerwehr bereits dicker schwarzer Rauch aus dem Fenster der betroffenen Wohnung quoll und der Treppenraum verraucht war. Der Brand konnte mit einem C-Rohr unter Kontrolle gebracht werden.

 

Der erste Polizeibericht (25. Juli)

 In den späten Nachmittagsstunden des Donnerstags, 25.07.2019, ist der Brand einer Hausfassade in der Regensburger Altstadt. Personen sind nach bisherigen Erkenntnissen derzeit nicht Gefahr.

Gegen 16:09 Uhr wurde der Brand in der Steinergasse mitgeteilt. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Regensburg und Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr begaben sich umgehend zum Brandort.

Derzeit sind die umliegenden Gassen stark verraucht, zudem benötigen die Einsatzfahrzeuge Aktionsradius. Daher wurde das nahe Umfeld, zwischen Bismarckplatz und Gesandtenstraße für den Fahrzeug- und Personenverkehr gesperrt.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar, die Löscharbeiten der Feuerwehr laufen. 

 

MF

Der Brandort (Google Maps)

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