Fr., 22.02.2013 , 17:00 Uhr

Regensburg: Bischof Voderholzer würdigt Papst Benedikt XVI. als Theologenpapst

Der Leiter des Instituts Papst Benedikt XVI., Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer, hat den Heiligen Vater als fortschrittlichen und innovativen Theologen gewürdigt. Schon in den 1950er Jahren sei Joseph Ratzinger ein Pionier der Ökumene gewesen, sagte Voderholzer. Bereits damals habe sich Ratzinger ein hohes Ansehen erworben und sei als «Theologie-Star» bezeichnet worden, betonte der Papstexperte. «Er wird in die Geschichte eingehen als Theologenpapst und als einer der größten Prediger», sagte Voderholzer. Das Institut in Regensburg sammelt seit 2008 die gesamten Werk des Theologen, Bischofs und Papstes Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.

Voderholzer beschrieb Ratzinger als liebenswürdigen Menschen, der äußerst anerkannt und beliebt sei. «Die Menschen spüren, dass er sich für die Verkündigung des Evangeliums sein Leben lang aufgearbeitet hat.» Der Institutsleiter hofft, dass Benedikt noch genügend geistige und körperliche Frische bleibt, um weiter zu schreiben.

Der neue Regensburger Bischof ging auch auf das Verhältnis Benedikts zu seinem Vorgänger ein. «Joseph Ratzinger und Papst Johannes Paul II. waren engste Freunde auch wenn sie so sehr verschieden gewesen waren.» Johannes Paul II. habe sich inszenieren können und es genossen, unter die Menschen zu gehen. «Er konnte selbst sein Leid zur Verkündigung machen», erläuterte Voderholzer. Ratzinger sei dagegen eher scheu, still und zurückgezogen.

Darüber hinaus sei Papst Benedikt XVI. auch ein absolut freier und realistischer Mensch, der in der Kirche niemals eine Institution sondern stets eine Glaubensgemeinschaft gesehen habe. «Daher war der Rücktritt ein konsequenter Schritt», sagte Voderholzer. Ende des Monats endet das Pontifikat von Papst Benedikt XVI..

dpa

benedikt XVI. bischof papst regenbsurg rücktritt rudolf voderholzer tva

Das könnte Dich auch interessieren

17.08.2026 Regensburg: Mit Sturmmaske und Messer – Mann überfällt Tankstelle Ein maskierter Mann hat am Sonntagmorgen eine Tankstelle in der Friedenstraße in Regensburg überfallen. Er bedrohte einen Mitarbeiter mit einem Messer und erbeutete einen zweistelligen Eurobetrag. Wenig später nahm die Polizei einen 26-jährigen Tatverdächtigen fest. Überfall am frühen Sonntagmorgen Gegen 6 Uhr betrat der maskierte Mann die Tankstelle und forderte mit einem Messer die Herausgabe der 17.08.2026 Bernhardswald: Junggesellinnenabschied endet mit schwerem Unfall Bei einem Junggesellinnenabschied in Pettenreuth bei Bernhardswald sind am Samstagvormittag fünf Frauen rund zwei bis 2,5 Meter in die Tiefe gestürzt. Zwei Frauen wurden verletzt. Plattform bricht teilweise ein Fünf Frauen standen auf einer Gitterplattform an einer Außentreppe als aus bislang ungeklärter Ursache einer der tragenden Holzträger nachgab. Die Plattform brach dadurch teilweise ein. Eine 17.08.2026 Regensburg: Super-Recogniser entdeckt wichtigen Zeugen von Gewalttat Ein sogenannter Super-Recogniser hat in Regensburg einen Mann entdeckt, der rund eine Woche zuvor Zeuge einer Gewalttat am dortigen Hauptbahnhof geworden sein soll. Der Mann soll beobachtet haben wie ein 19-Jähriger seinem am Boden liegenden Opfer mutmaßlich mehrfach gegen den Kopf getreten habe, teilte die Bundespolizei mit. Er soll nun befragt werden.Super-Recogniser sind Menschen mit 17.08.2026 Regensburg: Mit Elektro-Rollstuhl gegen BMW – Fahrer gesucht Nach einem Unfall in der Johanna-Kinkel-Straße in Regensburg sucht die Polizei den Fahrer eines Elektro-Krankenfahrstuhls. Er soll nach dem Zusammenstoß mit einem BMW weitergefahren sein. BMW beschädigt Am Samstagnachmittag wollte der Rollstuhlfahrer offenbar die Straßenseite wechseln und kollidierte dabei mit dem Kotflügel eines BMW. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Der Unbekannte fuhr anschließend weiter,