Fr., 30.01.2026 , 14:42 Uhr

Regensburg: Beschäftigte des UKR beteiligen sich an bundesweiten Warnstreiks

Die Warnstreiks am kommenden Montag werden laut Verdi auch das Uniklinikum Regensburg betreffen. Beschäftigte des UKR werden sich laut der Gewerkschaft von 2. bis 6. Februar an den bundesweiten Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde beteiligen. Die Notfallversorgung soll aber jederzeit gesichert sein.

Beschäftigte des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) beteiligen sich in der Woche vom 2. bis 6. Februar an den bundesweiten Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde der Länder. Laut ver.di habe es bisher keine ernsthaften Verhandlungen mit den Arbeitgebern gegeben.

Einschränkungen im Klinikbetrieb

Die Warnstreiks werden im Klinikalltag deutlich spürbar sein. Verschiebbare Operationen und Behandlungen müssen verschoben werden, auch Betten auf einzelnen Stationen werden reduziert. Die Notfallversorgung bleibt jederzeit vollständig gewährleistet.


Die Mitteilung der Gewerkschaft:

„Weil die Arbeitgeber bislang jede ernsthafte Verhandlung blockieren, sehen wir uns gezwungen, die Warnstreiks auszuweiten“, erklärt Michael Leidenberger, ver.di-Gewerkschaftssekretär für die Oberpfalz. „Die Beschäftigten an den Universitätskliniken leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit für die öffentliche Daseinsvorsorge. Sie brauchen dringend eine faire Bezahlung, eine verlässliche Finanzierung der Krankenhäuser und ausreichend Personal, um die Patient*innen bestmöglich versorgen zu können.“

Die Streiks werden spürbare Auswirkungen haben: Verschiebbare Operationen und Behandlungen müssen verschoben werden, die Bettenzahl auf einzelnen Stationen kann reduziert werden. Die Notfallversorgung ist zu jedem Zeitpunkt vollständig gewährleistet. „Wir hoffen auf das Verständnis der Patientinnen und Patienten. Nur mit gut qualifiziertem Personal, guten Arbeitsbedingungen und guter Bezahlung sind auch hervorragende Leistungen im Gesundheitswesen möglich. Wir bedauern, dass die Arbeitgeber hier blockieren und diese Warnstreiks deshalb notwendig werden. Wir fordern die Arbeitgeber auf, endlich ein tragfähiges Angebot vorzulegen!“ appelliert Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Oberpfalz

Beteiligte Berufsgruppen:

Die Streikenden kommen aus allen nicht-ärztlichen Bereichen des UKR – Pflegekräfte, medizinisch-technische Berufe, operationstechnische Assistent*innen, Verwaltung und weitere Beschäftigte.

Stimmen aus der Praxis:

Anna K., Krankenpflegerin auf einer onkologischen Station: „Aktuell sind viele Stellen in der Pflege nicht besetzt. Wenn sich schon an den Arbeitsbedingungen nichts verbessert, dann müssen die Löhne deutlich nach oben, sonst gibt es gar keinen Anreiz, dort zu arbeiten. Verschobene Operationen und langes Warten auf Therapieplätze sind jetzt schon Realität. Und das wird sich unter den aktuellen Voraussetzungen immer weiter zuspitzen.“

Birgitt K. Arbeitet als Pflegekraft in der Anästhesie: „Ich streike für meine Patient*innen, damit ich sie in Würde versorgen kann. Momentan versorge ich so, wie ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Wir wollen wenigstens ein bisschen mehr Geld, um uns in unserer Freizeit etwas Erholung erkaufen zu können.“

Vera T., Pflegekraft auf der Stroke Unit: „Ich streike für eine Lohnerhöhung, weil das Leben immer teurer wird: steigende Mieten und höhere Lebensmittelpreise treffen uns direkt. Gleichzeitig wird von uns erwartet, zusätzliche patientenferne Aufgaben zu übernehmen, während Personal eingespart wird. Die Arbeitsbelastung steigt durch kürzere Liegezeiten und immer komplexere Krankheitsbilder. Gute Pflege braucht motivierte, qualifizierte Beschäftigte – es reicht nicht, irgendjemanden ans Bett zu stellen. Wer Verantwortung trägt, muss davon auch leben können. Solange am Monatsende immer weniger vom Gehalt übrig bleibt, ist das nicht gegeben.“

Pressemitteilung Verdi / MF

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