Sa., 19.06.2021 , 08:06 Uhr

Forschungsbereich: Künstliche Intelligenz

Regensburg: Bernd Sibler besucht Uni

Seit Anfang März vergangenen Jahres gibt es an der Universität Regensburg die Fakultät für Informatik und Data Science, Bernd Sibler hat sich jetzt zum Thema "Künstliche Intelligenz" informiert.

Im Rahmen eines Informationsbesuchs zum Forschungsbereich der Künstlichen Intelligenz an der Universität Regensburg, hat sich Staatsminister Bernd Sibler über den aktuellen Stand und die Perspektiven beim Aufbau der neuen Fakultät für Informatik und Data Science informiert.

Seit Anfang März vergangenen Jahres gibt es an der Universität Regensburg die Fakultät für Informatik und Data Science (FIDS). 15 neue Lehrstühle sollen hier künftig eine Lücke schließen, die die UR seit ihrer Gründung begleitet hat. 14 der neuen Informatik-Lehrstühle sind bereits ausgeschrieben und das Besetzungsverfahren läuft. Über 640 Bewerbungen zeigen die große Relevanz, die der neuen Fakultät beigemessen wird.
„Die Einrichtung der Fakultät für Informatik und Data Science an der Universität Regensburg ist eine der weitreichendsten strategischen Entscheidungen und Zukunftsentwicklungen der letzten beiden Jahrzehnte. Die Ressourcen der Hightech Agenda Bayern beschleunigen den Aufbau ganz entscheidend und ermöglichen uns eine zeitnahe Umsetzung der innovativen KI-Pläne in Forschung und Lehre“, so der Präsident der Universität, Professor Dr. Udo Hebel.

In die neue Fakultät werden auch bereits bestehende Informatik-Kompetenzen in der Wirtschaftsinformatik, insbesondere Kryptographie, in der Medizin und Bioinformatik sowie in der Medieninformatik integriert. Die Pläne der Universität sehen vor, die Fakultät künftig mit rund 20 Lehrstühlen auszustatten. Das Ziel sei jetzt der zügige Aufbau einer in Forschung und Lehre national und international sichtbaren Fakultät sowie der weitere Ausbau des Feldes Künstliche Intelligenz, erklärte Vizepräsident Professor Dr. Nikolaus Korber, der in seiner Funktion als Vorsitzender der Gründungskommission einen Überblick über die Perspektiven der neuen Fakultät gab.
Demnach ist aktuell eine Gliederung der Fakultät in die fünf Departments „Methoden und Grundlagen“, „Maschinelles Lernen und Data Science“, „Informatik in den Lebenswissenschaften“, „Informationswissenschaften und Medieninformatik“ und „Wirtschaftsinformatik“ geplant, die jeweils einen identitätsstiftenden Forschungsschwerpunkt haben sollen. Dieser soll laut Planung innerhalb von fünf Jahren zur Etablierung international konkurrenzfähiger Spitzenforschung führen.
Exemplarisch stellte Professorin Dr. Birte Kehr die KI-Aktivitäten im Bereich Medizin an drei Beispielen der Einbindung der erfolgreich erworbenen Professur für Computational Immunology in bereits bestehende Regensburger Forschungsaktivitäten vor. Unter anderem zeigte sie den Einsatz der KI in der Forschungsarbeit von Professor Dr. Rainer Spang zur „Dekonvolution von Gewebe“ auf. „Hier entsteht eine sehr gute Brücke zwischen Informatik und Medizin“, so Professorin Kehr.

Für den Bereich der Wirtschaftswissenschaften stellte Professor Dr. Bernd Heinrich die Einbindung der erfolgreich eingeworbenen Professuren für „KI in der IT-Sicherheit“ sowie für „Maschinelles

Lernen“, insbesondere Uncertainty Quantification in bestehende Regensburger Forschungsaktivitäten vor. Beide KI-Professuren seien integraler Bestandteil im Forschungsbereich Secure & Accoutable Machine Learning und im Data Science Netzwerk Bayern. Neben der nachhaltigen Weiterentwicklung des Forschungsbereichs sei die mittelfristige Etablierung eines KI- Kompetenzzentrums im Data Science-Netzwerk Bayern die erklärte Zielsetzung.

Das Erreichen dieser ambitionierten Ziele hatte die Hightech Agenda Bayern, die milliardenschwere Zukunfts- und Technologieoffensive des Bayerischen Freistaats, entscheidend beschleunigt. „Mit der neuen Fakultät für Informatik und Data Science bringt die Universität Regensburg ihre bereits vorhandenen KI-Kompetenzen zusammen und baut diese strategisch noch weiter aus. Für die Region und den Freistaat ergeben sich dadurch weitere, wertvolle Potenziale, um Zukunftsforschung zu betreiben und junge Menschen zu den Fachkräften von morgen auszubilden. Zugleich unterstützen wir so auch die regionale Wirtschaft und betreiben eine vorausschauende Strukturpolitik zum Wohle der kommenden Generation“, erklärte Wissenschaftsminister Bernd Sibler.

PM/EK

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