Mi., 24.07.2024 , 14:15 Uhr

Regensburg/Bamberg: Bundesweit Geldautomaten gesprengt - Haftstrafen verhängt

Sie kamen in den frühen Morgenstunden, ließen es knallen und rasten mit Bargeld davon. So soll eine Bande von Geldautomatensprengern bundesweit vorgegangen sein. Nun wurden die Männer verurteilt.

Die 15 Männer, die als Bande bundesweit Geldautomaten gesprengt haben sollen, sind vor dem Landgericht Bamberg zu Freiheitsstrafen verurteilt worden. Sie sollen auch für die Geldautomaten-Sprengung im Regensburger Westen Anfang November 2022 verantwortlich sein. Das berichten mehrere Medien. Die Strafen liegen zwischen einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung und fünf Jahren und elf Monaten Haft.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Die Männer im Alter zwischen 23 und 43 Jahren hatten sich unter anderem des schweren Bandendiebstahls beziehungsweise der Beihilfe dazu schuldig gemacht. Die Staatsanwaltschaft warf den Männern vor, Geldautomaten im ganzen Bundesgebiet, hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg, gesprengt zu haben, um dadurch an Bargeld zu kommen.

Beute betrug mehr als 3,3 Millionen Euro

Der Schaden, den die Sprengungen angerichtet hatten, lag bei mehr als 5,5 Millionen Euro, ihre Beute betrug mehr als 3,3 Millionen Euro. Da die Ermittler den Angeklagten auch Fälle in Zapfendorf und Forchheim in Oberfranken zur Last legten, kam der Fall in Bamberg vor Gericht.

Verfahren eigentlich deutlich länger geplant

Mit 14 der 16 Angeklagten hatte das Gericht zuvor eine Verständigung erreicht. Sie äußerten sich ausführlich zu den Vorwürfen, im Gegenzug legte das Gericht in Abstimmung mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung einen Strafrahmen fest. Das Verfahren konnte so deutlich kürzer gehalten werden. Zunächst waren Termine bis ins Jahr 2026 geplant. Für einen Angeklagten, der sich bereits früher geäußert hatte, gab es keinen förmlichen «Deal». Das Verfahren gegen einen 30-Jährigen, der zunächst keine Angaben machte, wurde abgetrennt. Ein Urteil steht hier noch aus.

 

Unser Beitrag zur Geldautomatensprengung in Regensburg:

 

dpa / FC

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