Di., 04.08.2026 , 16:39 Uhr

Regensburg: Aktion „Kippen in die Dose“ soll Freibäder sauberer machen

Kleine Dose, große Wirkung – So sollen Kippen aus der Natur verschwinden.

Seit Mitte Juli machen die Regensburger Freibäder mit der Aktion „Kippen in die Dose“ auf die Folgen achtlos weggeworfener Zigarettenkippen aufmerksam. Vor den Eingängen des Westbads und Wöhrdbads informieren Aufsteller über die Umweltschäden und werben für eine einfache Alternative: kostenlose Kippendosen für Raucherinnen und Raucher.

Kippen belasten Umwelt und Gewässer

Eine einzige Zigarettenkippe kann rund 40 Liter Grundwasser verunreinigen und benötigt 10 bis 15 Jahre, bis sie biologisch abgebaut ist. Zerfällt sie in kleine Partikel, gelangen diese als Mikroplastik in Flüsse und Meere. Zudem stellen weggeworfene Kippen eine Gefahr für Kleinkinder dar.

Kostenlose Kippendosen kommen gut an

Die Initiative geht auf die Omas und Opas for Future Regensburg zurück. Gemeinsam mit den Regensburger Bädern und dem Stadtwerk Regensburg wurde die Aktion umgesetzt.

„Wir wollen die Badegäste, insbesondere die Raucherinnen und Raucher auf die Umweltfolgen weggeworfener Kippen aufmerksam machen und eine Alternative in Form einer Kippendose anbieten“, sagt Ludwig Wittmann von den Omas und Opas for Future.

An den Kassen des Westbads und Wöhrdbads werden die Kippendosen kostenlos ausgegeben. Bereits rund 100 Dosen wurden verteilt, sodass beide Freibäder bereits Nachschub angefordert haben.

Recycelte Dosen für mehr Nachhaltigkeit

Die verwendeten Kippendosen sind recycelt. Sie stammen als Überbleibsel von Schützenvereinen aus der Region, werden von den Omas und Opas for Future gereinigt und mit einem Aufkleber versehen. So erhalten die Dosen eine neue Verwendung.

Entlastung für Personal und mehr Sicherheit

Die Aktion wurde mit dem Betriebsleiter der Regensburger Bäder, Alexander Süß, abgestimmt. Davon profitieren nicht nur Umwelt und Gewässer. Weniger achtlos weggeworfene Zigarettenkippen bedeuten auch weniger Arbeit für das Badepersonal, das die Kippen bislang täglich einsammeln muss. Gleichzeitig sinkt die Vergiftungsgefahr für Kleinkinder.

Vorbild aus Frankreich

Als Vorbild nennen die Initiatoren die französische Stadt Dijon. Dort weisen Messingplatten vor Gullys mit dem Hinweis „Ici commence la mer – ne rien jeter“ auf den Schutz der Gewässer hin. Auch in Regensburg soll die Aktion „Kippen in die Dose“ dafür sensibilisieren, dass Umweltschutz bereits dort beginnt, wo nichts achtlos auf den Boden geworfen wird.

Pressemitteilung Omas for Future / MF

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