Mi., 16.07.2025 , 14:15 Uhr

Regensburg: 900.000 Euro Spenden aus dem Bistum für Caritas International

Mit 926.590,57 Euro haben Spenderinnen und Spender aus dem Bistum Regensburg einen erheblichen Beitrag zu den weltweiten Hilfsprojekten von Caritas international geleistet.

Caritas international hat im Jahr 2024 weltweit 9,1 Millionen Menschen in Not unterstützt – das sind 1,6 Millionen Menschen mehr als im Jahr zuvor. Für die Unterstützung der Hilfsbedürftigen standen dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes 105 Millionen Euro zur Verfügung.

„Das ist das zweitbeste Ergebnis in unserer Geschichte – ermöglicht durch die großartige Solidarität privater Spenderinnen und Spender, kirchlicher und öffentlicher Geber sowie langjähriger Partner“, betonte Eva Maria Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes.

Über 900.000 Euro aus Bistum Regensburg

Aus dem Bistum Regensburg flossen 926.590,57 Euro von knapp 3.000 Spenderinnen und Spendern in die Hilfsprojekte von Caritas international. Die höchsten Spendensummen erreichten die Hilfen zur Flut in Süddeutschland, Hilfsprojekte in der Ukraine und in Burkina Faso.

Kritik an Kürzungen der Hilfsbudgets

Dieses starke private und zivilgesellschaftliche Engagement steht im Kontrast zu den drastischen Kürzungen der Hilfsbudgets öffentlicher Geldgeber wie beispielsweise USAID und der deutschen Bundesregierung: Nach Caritas-Schätzungen kürzen Regierungen weltweit in diesem Jahr die humanitäre Hilfe um 60 Milliarden Dollar, das ist ein Rückgang um ein Drittel verglichen mit 2024. Aufgrund dessen mussten weltweit in den vergangenen Monaten 60.000 humanitäre Helfer entlassen werden, darunter mehr als 5.000 Caritas-Mitarbeitende.

Oliver Müller, Leiter von Caritas international sowie Vorstand für Internationales, Migration und Katastrophenhilfe, warnt:

„Die politische Rückendeckung für solidarisches Handeln bröckelt, das System der humanitären Hilfe gerät ins Wanken. Und diese existenzielle Krise trifft die Schwächsten zuerst: Zum Beispiel zwei Millionen Menschen in Äthiopien, die keine Nahrungsmittelhilfe mehr erhalten. Oder tausende Kinder in Bangladesch, die in den Flüchtlingscamps nicht mehr zur Schule gehen können.“

Eine Antwort auf den Kahlschlag liegt aus Sicht von Caritas international in einer stärkeren Lokalisierung der Hilfe:

„Bislang werden 95 Prozent der humanitären Gelder an die großen internationalen Hilfsorganisationen gezahlt. Das ist aus unserer Sicht falsch. Macht und Ressourcen müssen noch deutlich stärker in lokale Hände gelegt werden. Das ist ethisch geboten und macht die Hilfe zudem effizienter“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

 

Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. / FC

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