Schockanruf mit erfundener Unfallgeschichte
Am frühen Nachmittag erhielt die Seniorin einen Anruf einer angeblich verzweifelten Angehörigen. Kurz darauf übernahm ein vermeintlicher Richter das Gespräch. Er behauptete, die Tochter der 83-Jährigen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Um eine angebliche Haft zu verhindern, müsse eine hohe Kaution bezahlt werden.
Im Glauben, ihrer Tochter helfen zu müssen, übergab die Seniorin am Nachmittag Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 20.000 Euro an einen unbekannten Abholer. Anschließend verschwand der Mann.
Bankmitarbeiter verhindert weiteren Schaden
Im weiteren Verlauf verlangten die Betrüger weiteres Bargeld. Als die Seniorin dafür ihre Bank kontaktierte, erkannte ein aufmerksamer Mitarbeiter die Betrugsmasche und warnte die Frau. Dadurch konnte ein weiterer finanzieller Schaden verhindert werden.
Beschreibung des mutmaßlichen Abholers
Die Polizei beschreibt den gesuchten Mann wie folgt:
Kriminalpolizei sucht Zeugen
Wer am Mittwoch, 24. Juni, im Bereich der Doktor-Hipp-Straße, Alfons-Auer-Straße oder Mackensenstraße in Regensburg verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/506-2888 bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg zu melden.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt erneut vor Callcenter-Betrügern und sogenannten Schockanrufen. Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertgegenstände und bittet darum, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen. Außerdem sollten Betroffene niemals Geld an unbekannte Personen übergeben und sich nicht unter Druck setzen lassen. Ein gemeinsam vereinbartes Codewort innerhalb der Familie kann zusätzlich helfen, echte Notfälle von Betrugsversuchen zu unterscheiden.
TR/PP Oberpfalz