Mo., 20.09.2021 , 18:23 Uhr

5. Fahrraddemo von VCD und FFF

Regensburg: 500 Menschen protestieren in Fahrradkorso für Verkehrswende

Am Sonntag, 19.09.2021, demonstrierten in und um Regensburg 500 Menschen für eine umweltfreundliche Verkehrswende und protestierten gegen neue Straßen für Autos. Es war Regensburgs 5. Fahrraddemo, organisiert vom VCD (Verkehrsclub Deutschland e.V.) und Fridays for Future Regensburg.

„Wir brauchen eine Mobilität für alle – für Menschen von heute und von morgen. Es ist höchste Eisenbahn für eine Gleichberechtigung der Verkehrsmittel – den Öffis, dem Rad- und Fußverkehr werden immer noch Steine in den Weg gelegt, während dem Auto der asphaltierte Teppich ausgerollt wird. Damit muss endlich Schluss sein!“,
 
fordert Sophia Weigert von FFF Regensburg.

 

Ablauf der Demonstration

Der Demozug startete gegen 15.00 am Hauptbahnhof (Südseite) und fuhr mit Musik und bunten Bannern und Fahnen in denRegensburger Norden, über die
Nibelungenbrücke nach Lappersdorf und dort auf den Lappersdorfer Kreisel, der im Rahmen der Kunstaktion „Teufelskreis der Verkehrswende“
von den rund 500 Teilnehmer:innen mehrmals umfahren wurde.

In einer Zwischenkundgebung am Kreisel sprach sich Wolfgang Bogie von VCD vehement gegen den Ausbau des Lappersdorfer Kreisels und die geplante Sallerner Regenbrücke aus. Beide würden, einmal umgesetzt, immer mehr Autos in die Stadt leiten:

„Dieses Projekt schlummert seit Jahren und niemand hat es je gebraucht. Wir brauchen es auch heute nicht! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass dieses schlummernde Monsterprojekt nie Realität wird und stattdessen eine Stadtbahnüberführung nach Lappersdorf realisiert wird!“ - Wolfgang Bogie, VCD

Der Rückweg zur Innenstadt führte am Regensburger Klimacamp vorbei zur Abschlusskundgebung am Domplatz. Dort gab es, ehe die friedliche und bunte Versammlung schließlich gegen 18.00 Uhr endete, nochmals Musik und Reden:

„Letztes Jahr gab es 2 632 499 Verkehrsumfälle, 264 499 mit Personenschaden und 2 719 Verkehrstoten. Das sind durchschnittlich 7,5 Tote pro Tag“, rechnete Olli von Fridays for Future vor und betonte:

„Autos sind nicht nur eine Gefahr für Menschen, sondern sie Kosten auch noch einen ordentlichen Batzen Geld. 2019 beliefen sich die durch Unfälle entstandenen Kosten auf etwa 33,9 Mrd. Euro. Und da kommen noch die Kosten von Staus, Straßenausbau und vor allem die Folgen der Klimakrise dazu. [...] Wir haben uns schon alle daran gewöhnt, in einer Stadt zu leben, die nicht für Menschen, sondern für Autos gebaut wird.“


Eine weitere Aktivistin von FFF, Sophia Weigert, ergänzte, dass die Mobilität ein wichtiges Bedürfnis von Menschen sein, das man  unbedingt bedienen sollte. Autos aber seien kein Bedürfnis. Weiter war sie der Meinung, dass man Autos, die fossile Kraftstoffe verbrennen, gar nicht mehr bauen müsste, da dies nicht mehr zeitgemäß sei. Man kaufe sich ja auch kein Fax mehr, so Weigert.

 

Weiterhin fordern die Anhänger:innen der Verkehrswende:

 

Die gesamte Demonstration verlief  friedlich und bunt. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.futureforregensburg.de.

 

FFF/VCD/JM

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