Sa., 04.07.2026 , 10:18 Uhr

Regensburg: 240.000 Euro Schaden nach mutmaßlicher Sabotage am Pfaffensteiner Wehr

Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag am Pfaffensteiner Wehr in Regensburg wird das Ausmaß der Schäden immer deutlicher. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts beläuft sich der entstandene Sachschaden auf rund 240.000 Euro.

Energie- und Datenleitungen zerstört

Durch den Brand wurden Energie- und Datenversorgungsleitungen nahezu vollständig zerstört. Außerdem entstanden erhebliche Schäden an den Kabeltrassen und den Entwässerungseinrichtungen des Wehrs.

Die Folgen sind auch für Besucher und Wassersportler deutlich spürbar. Die Sportbootschleuse, die Bootsrutsche sowie der Geh- und Radweg im Bereich des Pfaffensteiner Wehrs bleiben bis auf Weiteres gesperrt.

Taten in der Nacht zum 8. Juni

Die Ermittlungen beziehen sich auf Vorfälle in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni. Zunächst versuchten bislang unbekannte Täter, an einem Strommast bei Pentling mit einem Brandsatz ein Feuer zu legen. Dieser Versuch scheiterte.

Nur wenige Stunden später wurden in einem Lüftungsschacht am Pfaffensteiner Wehr mehrere Kabel in Brand gesetzt. Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft München. Nach Angaben der Behörden wird auch ein extremistischer Hintergrund geprüft.

Reparaturen dauern mehrere Wochen

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt geht derzeit davon aus, dass die Reparaturarbeiten vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen werden.

Gerade in den Sommermonaten werden die betroffenen Anlagen am Pfaffensteiner Wehr von vielen Freizeit- und Wassersportlern genutzt. Auch der gesperrte Geh- und Radweg gilt als wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer entlang der Donau.

 

dpa / TVA Onlineredaktion

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