Fr., 19.05.2023 , 16:43 Uhr

Regensburg: 120 Beteiligte beim Warnstreik im ÖPNV

Nach fünf - für die Gewerkschaft ver.di enttäuschenden - Verhandlungsrunden im bayerischen Nahverkehr gab es am heutigen Freitag erneut Warnstreiks. Betroffen waren auch die Beschäftigten von das Stadtwerk.Mobilität in Regensburg.

Trotz fünf Verhandlungsrunden zum Tarifvertrag Nahverkehr Bayern (TV-N) war es bislang nicht möglich, dass die Arbeitgeber sich mit ver.di ein Verhandlungsergebnis einigen wollten.

„Die logische Folge sind diese Warnstreiks“, erklärte der Verhandlungsführer und stellvertretende Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Sinan Öztürk.

Schon zu Beginn der Verhandlungen hatte ver.di betont, dass mit einer kurzen Laufzeit des Tarifvertrags gleichzeitig der Weg für weitere Verhandlungen über die Arbeitsbedingungen im ÖPNV in Bayern ab nächsten Jahr freigemacht werden sollte.

„Gebetsmühlenartig haben uns die Arbeitgeber aber immer wieder mitgeteilt, dass Tarifverhandlungen in 2024 abgelehnt werden“, berichtete Öztürk.

Verschiedene Kompromissvorschläge der Gewerkschaft haben die Arbeitgeber strikt abgelehnt.

 

„Kein einziger Bus verließ das Werksgelände an der Markomannenstraße am Freitag“, bilanziert Alexander Gröbner, Geschäftsführerin ver.di Oberpfalz. „Das ist ein voller Erfolg und bringt hoffentlich wieder Bewegung in die aktuell festgefahrene Verhandlungssituation. Die lange Laufzeit, die die Arbeitgeber fordern, ermöglicht es nicht, auf den Fachkräftemangel zu reagieren und Arbeitsbedingungen langfristig zu verbessern. Auch könne heute noch niemand seriös absehen, wie die Preisentwicklung in 2024 sein wird.“

Natürlich spüren jetzt vor allem die Fahrgäste die Auswirkungen der Warnstreiks, aber nicht Wenige erklärten sich auch solidarisch mit den Streikenden.

„Die Beschäftigten beim Regensburger Stadtwerk arbeiteten mit Leidenschaft in ihrem Beruf“, so Marina Mühlbauer, stellvertretende Geschäftsführerin im ver.di Oberpfalz und Streikleiterin in Regensburg.

„Sie chauffieren in Regensburg Tag für Tag zehntausende Menschen sicher in die Arbeit und zurück, unsere Kinder zur Schule, Feierwütige in die Innenstadt oder zur Dult – während Land auf, Land ab die Politik den Ausbau des ÖPNV diskutiert und durch das Deutschlandticket ein Anreizsystem schaffen will, aber dann doch wieder halbherzig Taten folgen lässt“, so Mühlbauer weiter.

 

Ausschließlich durch Investitionen in neue Busse und bessere Tickets werde es nicht gelingen, den ÖPNV attraktiver zu gestalten. Dazu seien vor allem Menschen notwendig, die die Busse auch fahren würden. Nur durch eine deutlich spürbare Aufwertung bleibt der Beruf des Busfahrers auf Dauer auch attraktiv, sodass auch weitere Kolleginnen und Kollegen für diese wichtige Aufgabe gewonnen werden können“, schließt Mühlbauer.

 

ver.di / MB

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg 29.04.2026 Regensburg: Spurensuche nach Praxis-Einbruch – Polizei bittet um Hinweise In einer Arztpraxis im Regensburger Ostenviertel ist es zwischen Montagabend, 27. April, und Dienstagmorgen, 28. April, zu einem Einbruch gekommen. Eine bislang unbekannte Person verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu den Räumen und entwendete Bargeld. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen übernommen. Einbruch über Fenster im Ostenviertel Nach bisherigem Stand der Ermittlungen drang der Täter über 29.04.2026 Regensburg: E-Scooter-Fahrer bei Unfall verletzt - Polizei warnt Am Dienstagmorgen (28.04.2026) ist es im Unterinslinger Weg in Regensburg zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Scooter gekommen. Der 38-jährige Fahrer des Scooters wurde dabei leicht verletzt. Unfall beim Abbiegen in die Humboldtstraße Gegen 7:45 Uhr war ein 49-jähriger Lastwagen-Fahrer stadteinwärts auf dem Unterinslinger Weg unterwegs. An der Einmündung zur Humboldtstraße bog er 29.04.2026 Oberpfalz: Polizeipräsidium warnt vor neuer Betrugsmasche „Russische Callcenter“ Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor einer neuen Variante des Callcenter-Betrugs. Bei der Masche „Russische Callcenter“ sprechen die Täter gezielt russischsprachige Bürger auf Russisch an. Mit der vertrauten Sprache erschleichen sie sich Vertrauen und drängen ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Unter Vortäuschen der klassischen „Unfalllegende“ treten die Täter laut Polizei überwiegend als falsche