Mi., 17.07.2019 , 12:01 Uhr

Regensburg: 10 Jahre Waagnis

Seit 10 Jahren unterstützt „waagnis“ Betroffene und Angehörige bei Essstörungen. 

Neben den 60 geladenen Gästen durfte das Team von waagnis Herrn Bezirkstagpräsidenten Franz Löffler, Landrätin Tanja Schweiger und Herrn Volker Sgolik vom Amt für Kinder und Familie als Vertreter der Stadt Regensburg begrüßen. In ihren Grußworten würdigten diese das Engagement der Mitarbeiterinnen  beim Aufbau der Beratungsstelle und die intensive Vernetzungsarbeit , die Betroffenen in der ganzen Oberpfalz zugute kommt.
Die Beratungsstelle wird vorwiegend vom Bezirk Oberpfalz finanziert und bietet seit 10 Jahren Informationen, Beratung, Gruppen und Kurse an für Menschen, die an einer Essstörung leiden. Aber auch Angehörige, Mitbetroffene und Fachkräfte werden beraten. Die Beraterinnen haben sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene zu motivieren, sich möglichst früh fachliche Unterstützung zu suchen und bieten kostenlos, niederschwellig und unbürokratisch Hilfe an. Stadt und Landkreis beteiligen sich an den Sachkosten und ermöglichen damit auch die Beratung von Jugendlichen und die Präventionsarbeit.

Essstörungen beeinträchtigen das Leben massiv

Essstörungen gehören zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen unserer westlichen Gesellschaft. Sie beginnen meist schon im Kindheits- und Jugendalter und verlaufen sehr unterschiedlich. Eine Essstörung hat verschiedene „Gesichter“. Die bekanntesten sind die Magersucht, Bulimie oder die Binge Eating Störung (Esssucht mit Essanfällen), wobei Mischformen häufig sind und Übergänge zwischen den Krankheitsbildern fließend sein können. Die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Essen, der Figur, dem Gewicht, hat gravierenden Einfluss auf soziale Beziehungen, alltägliche Abläufe, Schule und Berufsleben. Der Suchtcharakter einer Essstörung spielt dabei eine entscheidende Rolle, weil Betroffene nicht aufhören können zu essen, zu erbrechen oder zu hungern. Somit berührt diese Erkrankung sehr viel mehr als das Thema Essen.

Der Film und Publikumsgespräch mit Regisseurin Shirley Hartlage kam gut an

Einmal essgestört, immer essgestört! – Dass dieser Satz ein Vorurteil ist, beweist dieser bewegende Dokumentarfilm. In „Ich hab’s geschafft“ erzählen neun Menschen, wie sie ihre Essstörung überwunden haben, darunter auch Schauspieler Marek Harloff und die ehemalige Bürgerschaftspräsidentin Kersten Artus. Alle neun – acht Frauen und ein Mann – berichten in berührenden Porträts von ihrer ganz persönlichen Geschichte mit der Erkrankung. Offen und ehrlich sprechen sie darüber, warum sie krank geworden sind, wie sie ihre Essstörung bewältigt haben und wie es ihnen heute geht. Ihre Botschaft: „Bleib dran, hol dir Hilfe, es geht!“

Regisseurin Shirley Hartlage, die selbst seit vielen Jahren in einem Fachzentrum zu Essstörungen in Hamburg tätig ist, will mit ihrem Film anderen Betroffenen Mut machen, sich Hilfe zu suchen. Denn die Frage, ob sich Essstörungen überwinden lassen, ist eine der meistgefragten in Beratungsgesprächen.

Nach der Vorführung für das geladenen Fachpublikum wurde der Film am Abend noch einmal vor über 80 Besucherinnen und Besuchern gezeigt, die sich sehr interessiert am anschließenden Publikumsgespräch beteiligten. Wegen der hohen Nachfrage wird der Film erneut am  Dienstag den 22.10. 19 um 19 h in den Räumen der Beratungsstelle waagnis in der Grasgasse 10 gezeigt. Interessierte können sich unter 0941/5998606 anmelden.

 

Pressemitteilung waagnis

Das könnte Dich auch interessieren

27.07.2026 Regensburg: Eisbären starten wieder beliebte Zeugnisaktion Die Eisbären Regensburg laden am Freitag, 31. Juli 2026, erneut zur beliebten Zeugnisaktion in die Donau-Arena ein. Zwischen 10 und 15 Uhr erhalten Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 18 Jahre gegen Vorlage ihres Jahreszeugnisses eine Freikarte für ein Heimspiel der DEL2-Saison 2026/2027. Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler, die mindestens eine Eins im Zeugnis haben. 27.07.2026 Stadt Regensburg darf Öffnung von Automatenläden begrenzen Die Stadt Regensburg darf die Öffnungszeiten von Automatenläden an Sonn- und Feiertagen begrenzen. Drei Eilanträge gegen eine entsprechende Regelung der Stadt seien abgelehnt worden, teilte das Verwaltungsgericht Regensburg mit.Das Rathaus hatte Betreibern im November 2025 verboten, Automatenläden an Sonn- und Feiertagen vor 8.00 Uhr und nach 16.00 Uhr zu öffnen. Drei Betreiber hatten ihre Automatenläden 27.07.2026 Regensburg: 11.600 Besucher feiern das Fest der Demokratie Eröffnet wurde das Fest am Freitag von der Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Ulrike Scharf, Regensburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und dem Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl. Bayernausstellung gut besucht Großes Interesse gab es an der Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern: Hitler und der Kampf um die Demokratie“. Kostenlose Führungen und freier 27.07.2026 Regenstauf: Seniorin übergibt Goldschmuck nach Schockanruf Eine Seniorin aus Regenstauf ist am Donnerstag Opfer eines Schockanrufs geworden. Ein angeblicher Polizeibeamter behauptete, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht  begangen und befinde sich wegen ihres psychischen Ausnahmezustands in einem Krankenhaus. Um ihre Freilassung zu erreichen, müsse eine Kaution von 50.000 Euro hinterlegt werden. Die Täter hielten die Frau rund eineinhalb Stunden am