Do., 10.11.2022 , 15:28 Uhr

Bayernweit rund 16.000 Warnstreikende in 40 Betrieben

Regensburg: 1.800 Warnstreikende bei BMW und Rhenus

Heute haben im Raum Regensburg die Beschäftigten von BMW und Rhenus gestreikt. Insgesamt sind rund 1.800 Personen auf die Straße gegangen. Aktuell laufen die Tarifverhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband vbm und der IG Metall.

Am heutigen Donnerstag standen die BMW-Werke im Zentrum der Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Über 8000 Warnstreikende haben in den BMW-Werken in München, Regensburg, Landshut und Dingolfing die Bänder für bis zu zweieinhalb Stunden zum Stillstand gebracht.

Beteiligt waren auch die Kontraktlogistiker Rhenus und Schnellecke in Regensburg beziehungsweise Landshut, die für An- und Auslieferung von Material und Produkten zuständig sind. Insgesamt haben sich heute bis zum frühen Nachmittag bayernweit rund 16.000 Beschäftigte in 40 Betrieben an den Warnstreiks beteiligt.

Beim Flugzeugbauer Premium Aerotec in Augsburg legten 1450 Beschäftigte vorübergehend die Arbeit nieder, beim Landmaschinenbauer AGCO in Marktoberdorf 1100 Beschäftigte. An zeitgleichen Warnstreiks von sechs Betrieben im unterfränkischen Bad Neustadt beteiligten sich zusammen 1500 Beschäftigte.

In mehreren Betrieben folgen heute noch Warnstreiks der Spätschichten.

 

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt:

„Die BMW-Seele kocht. Der Konzern macht einen Rekordgewinn von netto 12,5 Milliarden Euro und hat die Dividende für die Aktionäre verdreifacht. Nur für die Beschäftigten gibt es immer noch kein beziffertes Angebot für eine prozentuale Entgelterhöhung. Die Geduld der Beschäftigten ist jetzt am Ende. Die Arbeitgeber sollten ihre Blockadehaltung in dieser Tarifrunde schleunigst beenden.“

 

Der Arbeitgeberverband vbm hatte am Dienstag in der vierten Tarifverhandlung sein viel zu schwaches Angebot aus der dritten Tarifverhandlung lediglich wiederholt und immer noch keine Prozentzahl für eine Entgelterhöhung angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 855.000 Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie 8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

 

 

IG Metall / MB

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