Di., 08.11.2016 , 12:50 Uhr

Razzien bei Baufirmen: Durchsuchungen auch im Landkreis Regensburg

Polizei und Zoll haben am Dienstag in mehreren Bundesländern Razzien wegen Schwarzarbeit bei zahlreichen Bauunternehmen gestartet. Es geht dabei unter anderem um Steuerhinterziehung und Sozialversicherungsbetrug mit einem Schaden von 1,5 Millionen Euro, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I sagte. 13 Haftbefehle lagen nach ihren Angaben vor. Schwerpunkte der Aktionen waren Berlin und Bayern – dort vor allem Regensburg und München. 77 Firmen und Privatwohnungen wurden durchsucht.

Eine zentrale Figur sei ein Bauunternehmer aus dem Landkreis Regensburg, sagte die Sprecherin. Er soll Auftraggeber für verschiedene sogenannte Servicegesellschaften gewesen sein. Diese Servicegesellschaften stellen den Baufirmen Scheinrechnungen aus – ohne Gegenleistung. Die Firmen zahlen die Rechnung, bekommen das Geld aber unter der Hand wieder. Damit bezahlen sie Schwarzarbeiter. Die Razzien richteten sich auch gegen sogenannte Kolonnenführer, welche die Bauarbeiter beschäftigen und zum Teil ins Land holen.

Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über die Durchsuchungen berichtet. Laut dem Sender kamen viele der Bauarbeiter aus Balkan-Ländern. Die Haftbefehle seien auf fünf Deutsche sowie mehrere Kroaten, Serben und Montenegriner ausgestellt.

 

MF/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

13.03.2026 Maxhütte-Haidhof: Knochenfund gibt Rätsel auf – Kripo ermittelt wegen ungeklärtem Todesfall Am Freitag, 20. Februar 2026, sind bei Waldarbeiten in einem Waldstück bei Ibenthann menschliche Knochen entdeckt worden. 09.03.2026 Schwandorf: Fußballfans besprühen abgestellten Zug Ein oder mehrere bisher unbekannte Fußballfans haben in der Nacht von Freitag (6. März) auf Samstag am Bahnhof Schwandorf an einem abgestellten Zug ein Graffiti aufgesprüht. 05.03.2026 Weiden i.d. Opf.: Prozess um Gift in Champagnerflasche dauert länger Eine Flasche, gefüllt mit Drogen statt Schampus: Der Gerichtsprozess um eine tödlich geendete Feier in Weiden geht noch nicht zu Ende. 23.02.2026 Furth im Wald: 27-Jähriger mit umgebauter Druckluftwaffe gestoppt Bei einer Grenzkontrolle am Samstag (21. Februar) haben Beamte der Bundespolizei in Furth im Wald eine umgebaute Druckluftwaffe sichergestellt. Gegen einen 27-jährigen Deutschen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Kontrolle am Grenzübergang Furth im Wald / Schafberg Gegen 13:00 Uhr kontrollierten die Beamten am Grenzübergang Furth im Wald / Schafberg einen 27-jährigen