Mo., 05.02.2024 , 12:49 Uhr

Raum Regensburg und Kelheim: Bevölkerung wächst und altert deutlich bis 2042

Die Bayerische Bevölkerung wächst. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, ergibt die Vorausberechnung einen Zuwachs von 610.000 Einwohnern bis zum Jahr 2042. Damit würde sich die Einwohnerzahl Bayerns auf 13,98 Millionen erhöhen. Dieser Trend zeigt sich auch in Ostbayern.

Der berechnete Zuwachs ist vor allem auf die vorausberechneten Wanderungsgewinne in nahezu allen kreisfreien Städten und Landkreisen zurückzuführen. Die demographische Entwicklung verläuft regional unterschiedlich. In der Oberpfalz und Niederbayern wird ein starker Bevölkerungszuwachs erwartet.

 

Oberpfalz:

In der Oberpfalz werden ein starkes Bevölkerungswachstum für die Stadt und den Landkreis Regensburg sowie die Landkreise Neumarkt i.d.OPf. und Schwandorf erwartet. Für den gesamten Regierungsbezirk kann von einer insgesamt steigenden Bevölkerungsentwicklung ausgegangen werden.

Der Regierungsbezirk Oberpfalz wird seine Einwohnerzahl von 1,13 Millionen Einwohnern im Jahr 2022 um etwa 38 000 Personen auf 1,17 Millionen Einwohner im Jahr 2042 erhöhen. Das entspricht einem Plus von 3,4 Prozent. Aufgrund anhaltend hoher Wanderungsgewinne fallen die vor einigen Jahren noch regional erwarteten Bevölkerungsverluste moderater aus. In einzelnen der damals betroffenen Städte und Landkreise kann inzwischen sogar mit einer stabilen Bevölkerungsentwicklung gerechnet werden.

Die Stadt und der Landkreis Regensburg wachsen um 6,5 bzw. 6,2 Prozent. Das ergibt zusammen einen Zuwachs um 22.000 Personen bis zum Jahr 2042. Im angrenzenden Landkreis Neumarkt i.d.OPf. steigt die Bevölkerungszahl mit 8,4 Prozent am stärksten.

In einzelnen nördlichen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten werden die Einwohnerzahlen hingegen leicht bis merklich rückläufig sein. Für den Landkreis Tirschenreuth wird ein Rückgang um 5,4 Prozent berechnet – deutlich geringer als noch vor zehn Jahren.

 

Durchschnittsalter erhöht sich bis zum Jahr 2042 um 1,9 Jahre

Veränderungen wird es nicht nur bei den Einwohnerzahlen, sondern auch bei der altersstrukturellen Zusammensetzung der Bevölkerung geben. Im Jahr 2042 weist der Landkreis Tirschenreuth mit 47,8 Jahren (+1,7 Jahre) den höchsten Altersdurchschnitt im Regierungsbezirk auf.

Ein Überschuss an Geburten trägt in der kreisfreien Stadt Regensburg dazu bei, dass ihre Bevölkerung im Jahr 2042 zu den jüngsten im Freistaat gehört (43,0 Jahre; +1,5 Jahre).

Insgesamt erhöht sich das Durchschnittsalter in der Oberpfalz um 1,9 Jahre. In zwei Jahrzehnten liegt es dann bei 46,1 Jahren. Von dieser zunehmenden Tendenz beim Durchschnittsalter der Einwohner sind alle kreisfreien Städte und Landkreise betroffen, auch die, die in den kommenden Jahren mit Bevölkerungszuwächsen rechnen können.

 

Niederbayern:

In Niederbayern wird vor allem für die Stadt und den Landkreis Landshut ein starker Bevölkerungszuwachs sowie für den Regierungsbezirk insgesamt eine steigende Bevölkerungszahl vorausberechnet.

Aufgrund der anhaltend hohen Wanderungsgewinne der vergangenen Jahre konnte der Regierungsbezirk Niederbayern seine Einwohnerzahl nicht nur halten, sondern auch einen Zuwachs verzeichnen, der sich in Zukunft voraussichtlich fortsetzen wird. Für Niederbayern wird eine Zunahme um 6,2 Prozent oder etwa 79.000 Einwohner erwartet (2022: 1,27 Millionen; 2042: 1,35 Millionen).

Dieser Zuwachs wird vor allem im Landkreis Landshut (+12,3 Prozent) und der Stadt Landshut (+9,5 Prozent) sichtbar, aber auch in den Landkreisen Dingolfing-Landau (+9,3 Prozent) und Kelheim (+8,9 Prozent). Für die drei Landkreise Deggendorf (+1,1 Prozent), Freyung-Grafenau (-0,3 Prozent) und Regen (-0,7 Prozent) wird eine insgesamt stabile Bevölkerungsentwicklung erwartet.

 

Zum Teil steigt das Durchschnittsalter mit über zweieinhalb Jahren deutlich an

Veränderungen wird es nicht nur bei den Einwohnerzahlen, sondern auch bei der Altersstruktur der Bevölkerung geben. Die Landkreise Deggendorf und Freyung-Grafenau werden mit einem Plus von 2,6 Jahren den stärksten Anstieg des Durchschnittsalters in Niederbayern haben. Der Landkreis Freyung-Grafenau wird zugleich im Jahr 2042 das höchste Durchschnittsalter (48,6 Jahre) verzeichnen.

Das jüngste Durchschnittsalter wird mit dann 44,2 Jahren die kreisfreie Stadt Passau aufweisen (+0,6 Jahre).

In Niederbayern steigt das Durchschnittsalter insgesamt bis zum Jahr 2042 um zwei Jahre auf 46,4 Jahre an. Von der Tendenz eines steigenden Durchschnittsalters sind alle kreisfreien Städte und Landkreise betroffen, auch die, die in den kommenden Jahren mit Bevölkerungszuwächsen rechnen können.

 

 

Bayerisches Landesamt für Statistik / MB

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