Do., 23.03.2017 , 08:50 Uhr

Politik: Söder wünscht sich Heimatministerium für ganz Deutschland

Nach bayerischem Vorbild sollte es laut Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) auch auf Bundesebene ein eigenes Heimatministerium geben. «Das Heimatministerium kann ein Exportschlager sein», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München. Welche konkreten Aufgaben das Haus erfüllen solle, zeige sich im Freistaat. «Bayern kümmert sich vorbildlich um die ländlichen Regionen und setzt auf Dezentralität statt Megacitys. Es gibt in Deutschland genügend ländliche Regionen, die abgehängt werden.»

Mit einer bundesweiten Heimatstrategie könne auch in anderen Teilen Deutschlands eine Revitalisierung strukturschwacher Räume erreicht werden. «Dazu gehören digitale Infrastruktur, Finanzhilfen für notleidende Kommunen, Behördenverlagerungen und der Ausbau universitärer Strukturen im flachen Land», betonte Söder.

Die Idee, ein Bundesheimatministerium zu errichten, ist nicht neu. Zuletzt sprachen sich die Vorsitzenden der Unionsfraktionen in Bund und Ländern Anfang März bei ihrer Konferenz dafür aus, aber eher als Anhängsel für das derzeit CSU-geführte Bundesagrarministerium: «Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland zu gewährleisten, bleibt eine Daueraufgabe. Um diese Herausforderung zu bewältigen, sprechen wir uns für die Schaffung eines Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, ländliche Räume und Heimat aus», heißt es im Beschluss der Konferenz.

Auch außerhalb Deutschlands sei das Konzept des Heimatministeriums bereits auf Interesse gestoßen, sagte Söder. Am Freitag empfängt er in München den österreichischen Agrarminister Andrä Rupprechter (ÖVP) – dieser wolle sich vor Ort über die Erfahrungen berichten lassen.

dpa/MF

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