Do., 15.09.2016 , 08:30 Uhr

Politik: Herrmann pocht auf lückenlose Grenzkontrollen - Kritik von SPD

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) pocht in der Flüchtlingspolitik auf lückenlose Grenzkontrollen, lehnt einen Zaun jedoch ab. Entscheidend sei, die EU-Außengrenzen effektiv zu sichern. Den «Nürnberger Nachrichten» (Donnerstag) sagte er: «Wir brauchen keinen Zaun an der Grenze.» Weder der Bund noch Bayern wollten auf Dauer auf die Reisefreiheit durch das Schengener Abkommen verzichten. Wenn die EU-Außengrenzen effektiv geschützt würden, könne man auf Kontrollen an den Binnengrenzen verzichten. Im Moment sei der Schutz der EU-Außengrenzen jedoch nicht gegeben, daher müssten die vorhandenen Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich ausgeweitet werden und rund um die Uhr gewährleistet sein.

Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte der Zeitung: «Wir müssen unsere Grenzen selbst sichern, wenn es andere nicht schaffen.» Er habe bereits nach den Attentaten von Paris im November davor gewarnt, dass offene Grenzen missbraucht werden könnten – etwa von Terroristen, die sich als Flüchtlinge tarnen. Damals sei er harsch kritisiert worden – nun aber habe sich die Befürchtung bewahrheitet.

Die SPD kritisierte die Flüchtlingspolitik der CSU erneut heftig. Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher sagte der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag): «Fremdenfeindlichkeit klein halten zu wollen, indem man selbst auf verantwortungslose Weise Ängste vor Überfremdung schürt, ist ein fragwürdiges, ja für einen verantwortlich handelnden Demokraten unwürdiges Konzept. Der geistigen Brandstiftung folgen die tatsächlichen Feuerteufel.»

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Oberpfalz: Illegale Müllexporte – Staatsanwaltschaft erhebt Anklage Wegen mutmaßlich illegaler Müllexporte hat die Staatsanwaltschaft Weiden Anklage gegen den Chef einer Oberpfälzer Entsorgungsfirma und einen Mitarbeiter erhoben. Den beiden Männern wird vorgeworfen, zum Teil gefährliche Abfälle ohne Genehmigung in Tschechien und Polen entsorgt zu haben. Zuvor hatte das „Straubinger Tagblatt“ berichtet. Illegale Müllentsorgung in über 30 Fällen Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 09.02.2026 München: diese Themen standen beim Treffen mit Babiš im Fokus  Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen und Chancen der bayerisch-tschechischen Grenzregion. Pragmatischer Einstieg in die Gespräche Löffler betonte als stellvertretender Vorsitzender des Beirats der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit den konstruktiven Beginn des Austauschs. „Wir konnten sofort bei den Alltagsthemen unserer gemeinsamen Grenzregion ansetzen.“ Der Dialog sei von Beginn an lösungsorientiert gewesen. Auch Hopp unterstrich die Bedeutung des frühen 05.02.2026 Bayern: Jagdgesetz im Landtag – Opposition übt scharfe Kritik Während die Staatsregierung von einem zukunftsfähigen Gesetz spricht, kommt aus der Opposition deutliche Kritik. Heftige Debatte im Parlament Nach einem langen Dauerstreit innerhalb der Koalition hat die Staatsregierung ihren Gesetzentwurf zur Reform des Jagdrechts in den Landtag eingebracht. In der ersten Debatte hagelte es Kritik von Grünen und SPD. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verteidigte das Vorhaben