Mo., 01.10.2018 , 17:31 Uhr

Podiumsdiskussion des BLLV: Mehr Zeit für Bildung

Wie sieht die Schule der Zukunft aus, und welchen Herausforderungen müssen Lehrer in Zukunft gewachsen sein? Darüber haben am Freitag Abend Vertreter von CSU, SPD, FDP, Grünen und freien Wählern zusammen mit der BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann diskutiert.

Zwischen Verwaltung, Digitalisierung, Ganztag und Inklusion gehe oft der Blick auf den einzelnen Schüler verloren, der sich aufgrund eines Streits zuhause kaum auf den Unterricht konzentrieren kann oder der sich für ein Themengebiet besonders interessiert. Schilderte Simone Fleischmann für den BLLV. „Man bräuchte für jeden Schüler einen individuellen Förderplan, davon sind wir aber aktuell meilenweit entfernt“, konstatierte Fleischmann. Die Möglichkeiten der Umsetzung seien zahlreich, sei es kollegiale Unterstützung im Zwei-Lehrer-Prinzip oder die Hilfe multiprofessioneller Teams. „Dafür braucht es eine flexiblere Budgetierung der Lehrer-Stunden-Zuweisung durch den Schulleiter, mehr Personal und ein Umdenken von Schule – vom Lern- zum Lebenshaus“, erklärt Fleischmann.

3,2 Prozent – mit dieser Zahl begann die Podiumsdiskussion. Aktuell gibt Bayern 3,2 Prozent seines Bruttoinlandprodukts für den Bereich der Bildung aus – im Vergleich dazu liegt der Bundesdurchschnitt bei 4,2 Prozent. Ingrid Heckner, stellvertretende Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus, erklärte dazu, dass der Bildungsetat zwar geschrumpft sei, ebenso jedoch auch die Schülerzahlen. Aktuell sei eine umgekehrte Entwicklung absehbar, weshalb der Bildungsetat künftig angehoben werden solle. Akuten Handlungsbedarf sähe sie jedoch nicht – ganz im Gegensatz zu Dr. Wolfgang Heubisch, FDP-Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst und MdL a.D., der hervorhebt, dass es nicht sein könne, dass Bayern deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt liegt und sofortige Investitionen nötig seien.

Ähnlich argumentierte Margit Wild, MdL und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion sowie Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultus, die jedoch einen besonderen Akzent auf die Sinnhaftigkeit der Investitionen setzte: „Nur mit mehr Geld ist niemand geholfen, das Geld muss sinnvoll für eine bessere Bildung genutzt werden.“

Das könnte Dich auch interessieren

22.02.2026 Mötzing: Schwerer Zusammenstoß an der Ochsenstraße – 25.000 Euro Schaden Am Samstag, 21. Februar 2026, kam es gegen 09:40 Uhr in Mötzing im Landkreis Regensburg zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. 22.02.2026 Regensburg: 93.000 Euro für mehr Sicherheit – Warum die Maximilianstraße jetzt heller strahlt Komplette Erneuerung der 14 Leuchtstelen in der Maximilianstraße Mit der Anfertigung neuer Säulengläser und moderner, energiearmer LED-Technik wurde die Firma Lehner beauftragt. Bestehende Fundamente und tragende Innenkonstruktionen konnten erhalten bleiben. Dadurch wurden Kosten, Zeit und Energie eingespart. Die neuen Materialien gelten als besonders robust und halten sogar dem Anprall von Fahrzeugen stand. Die Materiallieferung verzögerte 21.02.2026 Regensburg: Freier Eintritt, große Stimmen – Knabenchöre laden zum Konzert ein 21.02.2026 Hagelstadt: Schneeballschlacht eskaliert – Drei Verletzte und mehrere Anzeigen Eine Schneeballschlacht unter Jugendlichen ist am Freitagabend in Hagelstadt im Landkreis Regensburg aus dem Ruder gelaufen. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Polizei stellte ein Kampfmesser sicher und leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein.